Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, öffnet das neu strukturierte Universitäts-Brustzentrum Freiburg seine Türen. Von 16 bis 19 Uhr können Besucherinnen und Besucher die neuen Räume der Uniklinik für Frauenheilkunde an der Hugstetter Straße kennenlernen. Die feierliche Eröffnung des Zentrums findet in der kommenden Woche statt.

Auf dem Programm stehen Gespräche mit dem Team, Einblicke in Diagnostik und Behandlung sowie Informationen zu den Möglichkeiten des Brustzentrums, darunter auch zur Mammographie. Ärztlicher Direktor der Uni-Frauenklinik ist Ingolf Juhasz-Böss.

Kurze Wege, eng verzahnte Abläufe

Das Zentrum begleitet Patientinnen von der ersten Abklärung bis zur Nachsorge. Dafür wurden Gynäkologie, Radiologie, Hochschulambulanz und Medizinisches Versorgungszentrum, kurz MVZ, räumlich und organisatorisch zusammengeführt. Entstehen sollen dadurch kurze Wege und Abläufe, die enger ineinandergreifen.

Das MVZ arbeitet wie eine reguläre niedergelassene Arztpraxis. Wenn es medizinisch nötig ist, kommen zusätzlich die spezialisierten Angebote des Universitätsklinikums Freiburg hinzu. Für Patientinnen bedeutet das: ambulante Versorgung an einem festen Ort, bei Bedarf ergänzt durch die Möglichkeiten der Uniklinik.

Gegründet wurde das Freiburger Brustzentrum 2003 als erstes entsprechend zertifiziertes Brustzentrum an einer deutschen Universitätsklinik. Seitdem ist es kontinuierlich weiterentwickelt worden.

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Teil eines größeren Versorgungsnetzes

In Südbaden gibt es daneben ein weiteres Netzwerk: Das Brustzentrum Südbaden ist ein Zusammenschluss des Evangelischen Diakoniekrankenhauses Freiburg, des Kreiskrankenhauses Emmendingen und mehrerer spezialisierter Arztpraxen. Sein Ziel ist die umfassende Versorgung von Patientinnen mit Brusterkrankungen.

Das Evangelische Diakoniekrankenhaus Freiburg ist seit 2004 kontinuierlich nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Eine zentrale Einrichtung ist die wöchentliche Tumorkonferenz. Dort wird für jede Patientin ein individueller Behandlungsplan erstellt – nach aktuellem internationalem Wissensstand, auf Grundlage aktueller Leitlinien und unter Beteiligung verschiedener medizinischer Fachdisziplinen.

Die interdisziplinäre Abstimmung soll ein fachlich hochwertiges Behandlungskonzept ermöglichen und unnötige Untersuchungen vermeiden. Anschließend wird der Behandlungsvorschlag aus der Tumorkonferenz im persönlichen Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abgestimmt.

Von der Operation bis zur Pflege

Zum Behandlungsangebot des Brustzentrums Südbaden gehören minimalinvasive Eingriffe, brusterhaltende Operationen und moderne chirurgische Verfahren. Auch die ästhetische Wiederherstellung der Brustform, Korrekturen der Brustform sowie Brustverkleinerungen sind vorgesehen.

Auf der Station kümmern sich speziell geschulte Pflegekräfte um die Patientinnen. Ihre Schulung umfasst medizinische, psychoonkologische und menschliche Aspekte der Betreuung von Frauen mit Brusterkrankungen. Kontakt nimmt das Zentrum ausdrücklich entgegen – als „Team vom Brustzentrum Südbaden, Standort Freiburg“.

Wer sich am 7. Oktober in der Hugstetter Straße umsieht, bekommt damit nicht nur einen Eindruck von den neuen Räumen, sondern auch davon, wie unterschiedlich die Versorgungsangebote in Freiburg organisiert sind: vom ersten Gespräch und der Mammographie bis zu spezialisierten Behandlungen, Nachsorge und persönlicher Begleitung.