Heute, am 22. Oktober 2026, wird an der Universität der Künste Berlin wieder gezündelt – zumindest auf der Bühne. Im UNI.T – Theater der UdK Berlin, Fasanenstraße 1 B, 10623 Berlin, präsentiert UdK-Professor und Regisseur Mathias Noack erneut sein Projekt „Nicht mein Feuer“.

Die Produktion fragt, welchen Wert Erde, Umwelt und Klima für uns haben. Sind wir bereit, etwas zu verändern oder auf etwas zu verzichten? Und kann angesichts des Schreckens überhaupt gute Laune aufkommen? Das klingt nach schweren Fragen, wird aber ausdrücklich nicht als bleierner Abend angelegt: „Nicht mein Feuer“ verbindet Botschaft und Unterhaltung, Bewusstsein und Rausch. Auch unangenehme Inhalte sollen vermittelt und gesungen werden.

Musical zwischen Haltung und Unterhaltung

Grundlage ist ein bereits bestehender Stücktext der Autorin Laura Naumann. Die Wiederaufnahme entsteht als Produktion des 3. Jahrgangs Musical/Show in Zusammenarbeit mit den Studiengängen Bühnen- und Kostümbild der Universität der Künste Berlin. Inhaltlich geht es um den Umgang mit Umwelt, Klima und persönlicher Verantwortung – und um das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Botschaft und Unterhaltung.

Auf der Bühne stehen Fenna Appold, Felix Bickele, Solen Brice, Anna Höfferer, Elias Raddatz, Katharina Shamiyeh und Michel Wiesinger. Die Inszenierung von Mathias Noack dauert 90 Minuten und kommt ohne Pause aus. Genug Zeit also, um sich hineinziehen zu lassen, ohne dass zwischendurch jemand im Foyer den Faden wieder einsammeln muss.

Für die Choreografie ist Melissa King zuständig, die musikalische Leitung übernimmt Johannes David Wolff. Bühne und Kostüme kommen von Eunkyung Jang und Josepha Lhuillier-Sion beziehungsweise Lynn Berner und Antonia Staecker. Miriam Damm gestaltet das Licht, Jakob Wundrack das Sounddesign. Alfred Hartung verantwortet die Kampfchoreografie, Fabio Kopf die Regie- und choreografische Assistenz.

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Vier Termine, ein kurzer Weg zum Theater

Die Veranstaltung „NICHT MEIN FEUER – Wiederaufnahme“ läuft vom 22. bis 25. Oktober 2026 im UNI.T. Heute, Donnerstag, 22. Oktober, beginnt die Vorstellung um 19:00 Uhr. Am Freitag, 23. Oktober, geht es ebenfalls um 19:00 Uhr los, am Samstag, 24. Oktober, wieder um 19:00 Uhr. Zum Abschluss am Sonntag, 25. Oktober, startet die Aufführung bereits um 15:00 Uhr.

Tickets gibt es ab 13,70 €. Ermäßigungen gelten für Schülerinnen, Studierende, Alumni der UdK Berlin, Auszubildende, Arbeitssuchende, Rentnerinnen, Bundeswehrangehörige, Schwerbehinderte und Begleitpersonen – jeweils gegen Nachweis.

Wenn das Theater selbst rechnen muss

Die Fragen aus „Nicht mein Feuer“ stehen nicht allein im Raum. Die Kulturstiftung des Bundes startete das Pilotprojekt „Klimabilanzen im Kulturbereich“, nachdem zahlreiche Anträge für Kunst- und Kulturprojekte aus verschiedenen Sparten eingegangen waren, die sich mit dem Klima auseinandersetzten. Die Stiftung wollte den Blick dabei zusätzlich auf die Betriebsökologie von Kultureinrichtungen lenken und einen Kulturwandel anstoßen, der auch die eigenen Lebensgewohnheiten hinterfragt.

Dafür wurde in jedem Bundesland eine Institution ausgewählt. Berücksichtigt wurden alte und neue Gebäude ebenso wie Stadttheater, kleinere Bibliotheken, Museen und Konzerthäuser. Die teilnehmenden Einrichtungen erhielten Finanzierung sowie Unterstützung und Fachwissen durch die Stiftung. Sebastian Brünger ist dort für das Projekt verantwortlich und treibt es maßgeblich voran.

Die Reaktion der Kulturszene fiel laut den Beteiligten durchgehend positiv aus. Ein zusätzlicher Anreiz war die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Kultureinrichtungen Erfahrungen auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Ein bissl weniger Einzelkämpfertum, wenn man so will.

Mit Klimafragen beschäftigt sich die Kulturstiftung schon länger. Bereits 2011 ging es im Projekt „Über Lebenskunst“ um den Klimawandel. Damals wurde der CO₂-Ausstoß des Festivals bilanziert, auch wenn der Begriff „Betriebsökologie“ noch nicht verwendet wurde. Später strebte die Kulturstiftung ein Umweltmanagement nach dem europäischen Standard EMAS an und setzte es um.