Prinz George ist am 8. September 2026 in das Elite-Internat Eton College in Berkshire gestartet. Seine Eltern, Prinz William und Prinzessin Kate, begleiteten ihn persönlich. Für die Familie ist das ein Einschnitt: Zum ersten Mal leben William und Kate ohne ihren ältesten Sohn. Melanie Sanderson vom „Good Schools Guide“ bezeichnete die Übergabe eines Kindes an ein Internat als bedeutenden Moment für Eltern.

George ist 13 Jahre alt und besucht nun eine Schule, die ihre eigenen Regeln und sogar ihre eigene Sprache pflegt. Die Trimester heißen „halves“, Unterrichtsstunden werden „divs“ genannt, und die dreieckigen Zeugnisse tragen den Namen „threepenny bits“. In den ersten Wochen steht für die neuen Schüler ein intensives Einführungsprogramm auf dem Plan. An Eton heißen sie „F Blocker“.

iPads nur noch mit Schulfilter

Ab Oktober verschärft Eton die Regeln für iPads. Der Internetzugang soll künftig nur noch über einen speziell gesicherten Browser möglich sein, der ausschließlich von der Schule freigegebene Webseiten öffnet. Samstags müssen die Schüler ihre Geräte bereits um 21 Uhr abgeben. Am nächsten Morgen um 7 Uhr bekommen sie die iPads zurück.

Auslöser waren Beschwerden von mehr als 100 Eltern aus dem Jahr 2024. Sie kritisierten den Umgang der Schule mit digitalen Geräten und dem Internetzugang. Georges Stundenplan lässt laut dem Bericht ohnehin wenig Raum für soziale Medien – wobei ein voller Schultag und ein gesperrter Browser natürlich zwei verschiedene Dinge sind.

Kein Smartphone, aber ein einfaches Nokia

Internetfähige Smartphones sind für neue Schüler in Eton seit 2024 verboten. Erlaubt sind stattdessen nur einfache Mobiltelefone, mit denen sie telefonieren und SMS versenden können. Seit 2024 dürfen die Schüler konkret ein schlichtes Nokia-Handy mitnehmen. Smartphones sind am Eton College nicht erlaubt.

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William hatte im November 2025 erklärt, seine Kinder hätten keine Handys. Für Georges Schulwechsel hielt er ein Mobiltelefon ohne Internetzugang jedoch für akzeptabel. Seine Sorge: Kinder könnten online auf Inhalte stoßen, die sie nicht sehen sollten. Auch Kate und William haben wiederholt erklärt, die Bildschirmzeit ihrer drei Kinder begrenzen und den Umgang mit digitalen Medien kontrollieren zu wollen.

William kennt Eton aus eigener Erfahrung. Er besuchte das College von 1995 bis 2000. Nun ist sein Sohn dort angekommen – mit Stundenplan, Einführungsprogramm und einem Nokia in der Tasche, aber ohne Zugang zum üblichen Smartphone-Alltag.

Von der Uni Stuttgart aus wirkt das fast wie ein kleines Fenster in zwei Welten: Auf der einen Seite der digitale Schulalltag, in dem ein iPad längst zum Unterricht gehört. Auf der anderen ein Internat, das den Zugang absichert, Geräte abends einsammelt und beim Telefon bewusst auf das Nötigste begrenzt. Am Samstag um 21 Uhr ist dann Schluss – zumindest bis Sonntagmorgen um 7 Uhr.