Am 27. April 2026 wird die Ausstellung „PRIVATAR – Digitales ICH im Klassenzimmer“ im Forum Wissen in Göttingen eröffnet. Die Veranstaltung findet am 29. April 2026 um 18:30 Uhr statt und wird bis zum 16. August 2026 zu sehen sein. Diese spannende Ausstellung wird in Kooperation mit dem Deutschen Theater Göttingen (DT) umgesetzt und thematisiert die Nutzung von Telepräsenzrobotern, die kranken Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Unterricht ermöglichen. Studien zeigen, dass digitale Medien in Lehr- und Lernsettings heute unverzichtbar sind, und das Forschungsprojekt „PRIVATAR – Privatheitsfreundlicher mobiler Avatar für kranke Schulkinder“ nimmt sich dieser Thematik an.

Das Projekt wird von der Forschungsgruppe „Computersicherheit und Privatheit“ des Instituts für Informatik der Universität Göttingen geleitet und erhält Unterstützung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Ausstellung wird Besuchern die Möglichkeit bieten, in die Rolle dieser Roboter zu schlüpfen, um Feedback über deren Interaktionen im Unterricht zu geben. Dies wirft wichtige Fragen auf: Wie beeinflussen solche Technologien die Privatsphäre der Schülerinnen und Schüler, sowohl im Klassenzimmer als auch zuhause?

Interaktive Elemente und Begleitprogramm

Besucher haben die Gelegenheit, an einem umfangreichen Begleitprogramm teilzunehmen, das einen Familienaktionstag, Salon-Debatten sowie Workshops umfasst. Ein spezielles Schulprogramm wird ebenfalls angeboten, um verschiedene Altersgruppen anzusprechen. Der Eintritt für die Ausstellung, die Theateraufführungen und das Begleitprogramm ist frei. Eine besondere Attraktion wird die Theateraufführung „PRIVATAR – Mission MiniBot“ des Spielclub 12+ des DT sein, die an bestimmten Tagen aufgeführt wird.

Für die Presse sind bereits einige Veranstaltungen eingeplant: Am 20. April 2026 findet ein Pressegespräch statt, für das eine Anmeldung erforderlich ist, gefolgt von einem Presserundgang am 29. April 2026 um 11 Uhr. Die Gesprächspartner für Journalisten sind Dr. Sandra Potsch, Prof. Dr. Delphine Reinhardt, Dr. Luca Hernández Acosta sowie Pia Kröll.

Die Rolle digitaler Medien in der Bildung

Im Kontext dieser Entwicklungen ist es wichtig, die Rolle digitaler Medien im Bildungswesen zu betrachten. Der Band „Bildung im digitalen Wandel. Lehren und Lernen mit digitalen Medien“ aus dem Dezember 2022 beleuchtet die aktuellen Forschungsstände und Perspektiven zu dieser Thematik. Digitale Medien sollten als Querschnittsaufgabe in verschiedenen Bildungsbereichen gefördert werden, um positive und negative Auswirkungen auf die Sozialkompetenzen der Kinder zu berücksichtigen – eine Debatte, die auch das Forschungsprojekt in Göttingen aufgreift.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Autorinnen Jessica Kathmann, Anna Heinemann und Iris Nieding haben in einem Interview zur aktuellen Situation in der Bildungsforschung festgestellt, dass positive Einstellungen, ein schülerorientiertes Denken und spezifische Kompetenzen den Einsatz digitaler Medien im Unterricht fördern können. Das TPACK-Modell von Mishra und Koehler verdeutlicht die interaktive Beziehung zwischen technologischen, pädagogischen und fachlichen Kenntnissen. Dennoch zeigen Studien, dass Hindernisse, wie unzureichende persönliche Voraussetzungen und fehlende Infrastruktur an Schulen, die Mediennutzung im Unterricht stark beeinträchtigen.

In Anbetracht dieser Herausforderungen fordern die Autorinnen eine ganzheitliche Anpassung des Bildungssystems, die über die technische Ausstattung hinausgeht. Politische Akteure sind aufgefordert, die Veränderungen im Bildungssystem zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zur Integration digitaler Medien in Curricula zu entwickeln.

Die kommende Ausstellung in Göttingen setzt genau dort an und bietet nicht nur Einblicke in innovative Technologien, sondern regt auch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Bildungsbereich an. Die Veranstaltung verspricht, ein wichtiger Beitrag zur laufenden Diskussion über die Auswirkungen digitaler Medien auf das Lernen und Lehren zu sein.

Für weitere Informationen über die Ausstellung und die damit verbundenen Veranstaltungen besuchen Sie bitte die offizielle Website der Universität Göttingen und weiteren detaillierten Forschungsstand zum Thema auf Bildungsserver.