Die SG Uni Greifswald/Loitz hat in der Handball-Regionalliga eine deutliche Niederlage kassiert. Bei der TSV Lübbenau unterlag die Mannschaft von Trainer Jürgen Radloff mit 33:43. Für Greifswald/Loitz war es die zweite Saisonniederlage – und damit platzte auch der Sprung auf Tabellenplatz vier.

Schon am dritten Spieltag hatte die SG verloren, damals mit 30:41 gegen Empor Rostock. In Lübbenau erzielte Tim Stubbe sechs Tore, doch wirklich in den Rhythmus fand die Mannschaft nach Einschätzung ihres Trainers über die gesamte Partie nicht. Lübbenau habe verdient gewonnen, sagte Radloff.

Kurzes Aufbäumen, dann zieht Lübbenau davon

Zwischenzeitlich sah es in der ersten Halbzeit immerhin danach aus, als könnte Greifswald/Loitz den Anschluss herstellen. In der 24. Minute verkürzte die SG auf 13:16. Mehr wurde daraus aber nicht. Den Rückstand konnte die Mannschaft anschließend nicht weiter reduzieren.

Radloff machte vor allem die Abwehrleistung für die Niederlage verantwortlich. 33 eigene Tore seien auswärts solide, erklärte der Trainer, doch die Defensive habe diesmal nicht für einen Sieg gereicht. Die verletzungsbedingten Ausfälle von Diogo Teixeira und Bruno Correia erwähnte er zwar, als Ausrede wollte Radloff sie ausdrücklich nicht gelten lassen.

Für die SG trafen Teixeira und Wittkopp jeweils siebenmal. Stubbe und Granholm kamen auf je sechs Tore, Tippelt und Stefanicki erzielten jeweils drei, Schramm steuerte einen Treffer bei. Auf der Anzeigetafel standen am Ende trotzdem zehn Tore Unterschied – eine ziemlich lange Heimfahrt aus dem Spreewald.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Derby in der Loitzer Peenetalhalle

Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Am kommenden Samstag um 18 Uhr empfängt Greifswald/Loitz in der Loitzer Peenetalhalle den HSV Insel Usedom zum Derby. Dann geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um die schnelle Antwort auf einen Abend, an dem hinten zu viel offenstand.

Die Partie gehört zur Saison 2025/26 der Handball-Regionalliga Ostsee-Spree. Diese Staffel ist eine von zehn Regionalligen des Deutschen Handballbundes und zugleich die höchste Spielklasse der Handballverbände Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Darüber liegt direkt die 3. Liga.

Große Staffel, viele Tore

14 Mannschaften nehmen am Wettbewerb teil und spielen in Hin- und Rückrunde jeder gegen jeden. Insgesamt wurden 182 Spiele ausgetragen, in denen 10.777 Tore fielen – durchschnittlich 59,21 pro Begegnung. Auch bei den Karten kam einiges zusammen: 287 gelbe Karten, 1.337 Zeitstrafen und 80 rote Karten. Das entspricht im Schnitt 1,58 gelben Karten, 7,35 Zeitstrafen und 0,44 roten Karten pro Spiel.

Die Torschützenliste führt Diogo Teixeira mit 184 Toren an. Meister wurde der HV Grün-Weiß Werder, der in die 3. Liga 2026/27 aufsteigt. Der Grünheider SV und der SV Warnemünde steigen in die Oberliga ihres jeweiligen Verbandes ab. Sollte es Absteiger aus der 3. Liga geben, kann sich die Zahl der Absteiger aus der Regionalliga noch verändern. Bei Punktgleichheit entscheidet nach Abschluss der Runden der direkte Vergleich.

Die Tabelle wurde am 30. Juni 2026 abgerufen. Heute, am 21.10.2026, richtet sich der Blick der SG Uni Greifswald/Loitz trotzdem erst einmal nach vorn – auf das Derby, die Peenetalhalle und die Frage, ob die Abwehr diesmal früher auf Betriebstemperatur kommt.