Universität Münster begrüßt 4.000 Erstsemester im Preußenstadion
Am 7. Oktober 2026 hat die Universität Münster rund 4.000 Erstsemester im LVM-Preußenstadion zum Start des Wintersemesters 2026/27 begrüßt. Musik, Applaus und eine La-Ola-Welle zogen durch die Ränge, dazu kamen eine Akrobatikvorführung des Hochschulsports und mehrere Grußworte. Mit dabei waren unter anderem Rektorin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Ole Kittner vom SC Preußen Münster.
Menzel-Riedl, die ihr Amt erst am 1. Oktober angetreten hatte, bezeichnete sich selbst ebenfalls als „Ersti“. Ein Studium, sagte sie, bestehe nicht nur aus Vorlesungen und Prüfungen, sondern auch aus Wissenserwerb, Fragen, neuen Erfahrungen und veränderten Perspektiven. Die Universität verstehe sich als Gemeinschaft, in der Respekt, Wertschätzung, Offenheit und Transparenz zählen.
Musik, Bewegung und erste Anlaufstellen
Für den musikalischen Auftakt sorgte die Band FAYE. Ein Kurzfilm stellte zentrale Anlaufstellen für Studierende vor und zeigte, wie eng Universität und Stadt miteinander verbunden sind. Die AStA-Vorsitzende Lisa-Nicole Bücker und ihre designierte Nachfolgerin Finja Hennrich informierten über den Allgemeinen Studierendenausschuss – unter anderem über Beratungsangebote, Kultursemestertickets und die Möglichkeit, Lastenräder auszuleihen.
Im Anschluss ging es hinter die Westtribüne zur Erstsemester-Messe. Dort präsentierten sich zentrale Universitätseinrichtungen, Hochschulgruppen, studentische Initiativen und städtische Partner. Die neuen Studierenden bekamen ihren „Ersti-Rucksack“. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Sparkasse Münsterland Ost.
Ein Bericht über eine weitere Begrüßung im Preußenstadion nennt den 8. Oktober als Veranstaltungstag und „weit über 4.000“ Teilnehmende. Wegen des großen Andrangs wurde dort eine zusätzliche Tribüne geöffnet. Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels forderte die Studierenden auf, sich aktiv am Universitätsleben und an der Gestaltung Münsters zu beteiligen. Bürgermeisterin Angela Stähler sowie SC-Preußen-Geschäftsführer Sport Ole Kittner richteten ebenfalls Grußworte an die neuen Studierenden.
In diesem Programm eröffnete die Band „Hymen“ den musikalischen Teil. Eine Taiji-Einheit und eine Zumba-Show des Hochschulsports brachten Bewegung ins Stadion; für die Zumba-Darbietung gab es besonders viel Applaus. Einige Teilnehmer gewannen signierte Fußbälle der Preußen-Profis. Am Ausgang erhielten alle Studierenden einen „Ersti-Rucksack“.
Beratung, Ausland und Karriere
Parallel lief im angrenzenden Jugendstadion eine Erstsemestermesse mit Universitätseinrichtungen, Studierendeninitiativen und Hochschulgruppen. Lisa-Nicole Bücker stellte die Arbeit und Unterstützungsangebote des Studierendenausschusses vor. Christiane Behr von der Zentralen Studienberatung sprach über Studienorganisation und Orientierung, Leonie Sagemüller vom International Office warb dafür, sich frühzeitig mit Auslandsaufenthalten zu befassen.
Auch Hochschulsport und Career Service waren vertreten – mit Informationen zu Freizeit, Gesundheit und beruflichen Perspektiven. So bekam der Studienstart neben Musik und sportlichen Aktionen auch Raum für den ersten Austausch. Ein bisschen wuselig, sicher. Aber genau dafür sind solche Messen da.
Viele Neueinschreibungen, große Nachfrage
Nach vorläufigen Berechnungen werden im Wintersemester 2026/27 gut 40.000 Studierende an der Universität Münster eingeschrieben sein. Die endgültige Studierendenstatistik soll im Dezember vorliegen. Rund 8.350 Menschen schrieben sich für ihr erstes Fachsemester ein, darunter auch Studiengangs- oder Hochschulwechsler. Etwa 4.300 Personen sind klassische Erstsemester und erstmals an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben.
Die meisten Neueinschreibungen gab es in den Bachelorstudiengängen Betriebswirtschaftslehre mit über 600 und Grundschullehramt mit 464 Studierenden. Besonders viele Bewerbungen erhielt der Bachelor Psychologie mit über 4.000, gefolgt von Betriebswirtschaftslehre mit über 3.000 und Rechtswissenschaft im Staatsexamen mit über 2.500 Bewerbungen.
Gemessen an der Zahl der Studienplätze war der Masterstudiengang „Psychologie mit Schwerpunkt klinische Psychologie und Psychotherapie“ am stärksten nachgefragt: Auf jeden Studienplatz kamen 31 Bewerbungen.
Zum Vergleich nennt der zusätzliche Bericht Zahlen für das Wintersemester 2025/26: Damals erwartete die Universität Münster rund 41.000 Studierende. Etwa 8.600 begannen ein neues Fachsemester, darunter rund 4.700 Studienanfänger ohne vorherige Hochschulerfahrung. Die meisten Bewerbungen entfielen auf Psychologie mit über 5.300, BWL mit über 4.600 und Rechtswissenschaft mit gut 4.300 Bewerbungen.
Bei den Neueinschreibungen lag BWL mit über 530 Studienanfängern vorn, die Jura-Fakultät folgte mit rund 420. Im Masterstudiengang „Information Systems“ standen 42 Studienplätze 35 Bewerbungen pro Platz gegenüber. Zahlen, die zeigen, wie unterschiedlich sich die Nachfrage je nach Fach und Abschluss verteilt – während im Stadion noch die nächste La-Ola-Welle durch die Reihen lief.
