Universität zu Köln bleibt Deutschlands führende nicht-technische Gründerhochschule
Heute, am 1.10.2026, richtet sich der Blick von der RWTH Aachen nach Köln: Die Universität zu Köln gehört laut Deutschem Startup Monitor 2026 erneut zu den führenden Hochschulen im deutschen Startup-Ökosystem. Im bundesweiten Ranking der gründungsfreundlichsten Hochschulen belegt sie wie im Vorjahr Rang zwei. Damit bleibt sie Deutschlands erfolgreichste nicht-technische Volluniversität für Gründerinnen und Gründer.
Für den Deutschen Startup Monitor 2026 wurden rund 1.800 Akteure der Startup-Szene befragt. 4,2 Prozent der deutschen Startup-Gründerinnen und -Gründer haben ihren höchsten akademischen Abschluss an der Universität zu Köln erworben. Nur die RWTH Aachen liegt mit 5,7 Prozent davor.
Forschung trifft Gründung
Die Zahlen zeigen, warum Hochschulen für junge Unternehmen mehr sind als schöne Adressen auf der Website. Laut Erhebung entstehen die Produkte oder Dienstleistungen von 59 Prozent der Startups direkt oder indirekt aus neuen Forschungserkenntnissen. 51 Prozent der befragten Unternehmen erhielten Unterstützung von einer Hochschule oder Forschungseinrichtung. 70 Prozent der unterstützten Gründer bewerten diese Hilfe als wichtig oder sehr wichtig – vor allem bei der Vernetzung und bei der Vermittlung geeigneter Teammitglieder.
Rektor Professor Dr. Joybrato Mukherjee betont, Gründungen brächten wissenschaftliche Erkenntnisse in die Anwendung und schafften Lösungen für konkrete gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen. Die Universität will deshalb den Wissenstransfer und unternehmerisches Denken weiter fördern. Klingt trocken? Ist es nicht, wenn aus Laborarbeit plötzlich ein Produkt wird, das außerhalb des Campus gebraucht wird.
Wie stark sich die Förderung entwickelt hat, lässt sich an einer einfachen Zahl ablesen: 2020 wurden 14 Gründungen unterstützt, 2025 waren es 44 geförderte Projekte. Die Universität zu Köln baute ihre Gründungsförderung in den vergangenen Jahren kontinuierlich aus; seit 2019 geschieht das auch im Rahmen der nordrhein-westfälischen Initiative „Exzellenz Start-up Center“.
Was der Monitor 2025 zusätzlich zeigt
Der Bundesverband Deutsche Startups e. V. hatte zuvor den Deutschen Startup Monitor 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse wurden am 29. September von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgestellt. Auch in dieser Ausgabe war die Universität zu Köln erneut die gründungsfreundlichste nicht-technische Volluniversität Deutschlands: Sie verbesserte sich von Rang drei auf Rang zwei.
Damals hatten 3,9 Prozent der befragten Gründerinnen ihren höchsten akademischen Abschluss in Köln erworben. Nur die Technische Universität München lag mit 4,2 Prozent vor der Universität zu Köln. Rund 1.800 Gründerinnen wurden befragt; die Studie gilt als umfassendste Untersuchung der deutschen Startup-Szene.
81,6 Prozent der Befragten sahen die Nähe zu Universitäten als Standortvorteil. Genannt wurden der Zugang zu Talenten, Wissenstransfer und neue Ideen. 50,9 Prozent der Gründer*innen wurden von Hochschulen unterstützt. Als hilfreich galten insbesondere die Vernetzung mit relevanten Akteuren – etwa für Finanzierung und Unternehmenskooperationen – sowie die Vermittlung von Gründungswissen.
Neue Zentren, größere Pläne
Seit Januar 2026 betreibt das universitäre Gateway Exzellenz Start-up Center gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsbüro das Fokuszentrum Climate Innovation.NRW. Das vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Zentrum unterstützt umwelt- und klimafreundliche Gründungsideen. Gerade bei Klima- und Nachhaltigkeitsthemen liegen Forschung, politische Ziele und praktische Lösungen oft erstaunlich dicht beieinander.
Für wachstumsstarke Deeptech-Startups gründete die Universität gemeinsam mit der RWTH Aachen, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und den Gateway-Hochschulen Köln die Gateway Factory. Zu den Initiatoren zählt außerdem das Münchner Unternehmen Start2 Group. Die Gateway Factory gehört zu zehn Projekten beziehungsweise Startup Factories, die im Rahmen einer Initiative der Bundesregierung gefördert werden.
Für die Gateway Factory sind in den kommenden fünf Jahren bis zu zehn Millionen Euro vom Bund vorgesehen. Das Geld soll die Unterstützung von Deeptech-Startups stärken – also von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle häufig auf wissenschaftlich anspruchsvollen Technologien beruhen. Schon 2024 waren 41 Gründungen unterstützt worden; 2025 stieg diese Zahl an der Universität zu Köln auf 44 geförderte Projekte.
Der Deutsche Startup Monitor 2025 liegt als Studie des Startup-Verbands vor. Die angegebene PDF-Datei enthält in der vorliegenden Fassung allerdings keine lesbaren Artikelinhalte, sondern ausschließlich fragmentierte PDF-Daten und komprimierten Binärcode. Die nachvollziehbaren Angaben zur Hochschulrolle, zur Gründungsförderung und zu den Rankings stammen daher aus den veröffentlichten Informationen zum Monitor und der Universität zu Köln.
