Digitale Gesundheit: FernUni Hagen startet wegweisende Forschung!
Die digitale Transformation des Gesundheitswesens ist in vollem Gange und nimmt jetzt neue Dimensionen an. In diesem Kontext hat die FernUniversität in Hagen einen neuen Forschungsschwerpunkt im Bereich Digital Health ins Leben gerufen, der im Juni 2026 gestartet ist. Das übergeordnete Thema des aktuellen Wissenschaftsjahres trägt den Titel „Medizin der Zukunft“ und betont die Notwendigkeit, interdisziplinäre wissenschaftliche Kompetenzen zum Wohle der Patienten zu bündeln. Besonders im Fokus stehen innovative Ansätze, die klinische Abläufe verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen.
Ein zentrales Element dieses Forschungsschwerpunkts ist die Anwendung von Eye Tracking, um die Abläufe in der klinischen Praxis zu optimieren. Ein spannendes Projekt untersucht zudem den Einfluss des Menstruationszyklus auf Konzentration, Leistungsfähigkeit und das Arbeitsverhalten. Auch die Behandlung junger Krebspatient:innen wird erforscht, wobei ein Promovender an dieser wichtigen Thematik arbeitet. Die FernUniversität kooperiert dabei eng mit dem Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum, was den interdisziplinären Ansatz weiter stärkt.
Förderung und ethische Fragestellungen
Besondere Aufmerksamkeit erhält eine Studie, die von der DFG gefördert wird und die Blickbewegungen von Trauernden mittels Eye-Tracking analysiert. Diese Untersuchung geht nicht nur den wissenschaftlichen Fragen nach, sondern berücksichtigt auch ethische Aspekte im Zusammenhang mit digitalen Tools, besonders dem Zyklus-Tracking.
Die Überzeugung, dass eine nachhaltige digitale Transformation die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen verbessert, treibt weitere Initiativen voran. Dazu gehört das Digital Health Lab an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, mit dem Ziel, praxisnahe und anwendungsorientierte Forschung zu betreiben. Dieses Zentrum fördert nicht nur den Austausch unter Forschenden und Kliniker:innen, sondern auch den Transfer von Erkenntnissen in die praktische Anwendung.
Symposien und Weiterbildung im Fokus
Um diese Ansätze voranzutreiben, veranstaltet das Digital Health Lab am 27. August 2026 ein Symposium im Kantonsspital Aarau. Dort werden interessante Themen wie Systemmedizin, Radiologie im Kontext von Digital Health und die Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Kliniken behandelt. Dieses Event richtet sich vor allem an Forschende, Fachpersonen aus der Industrie und Praktiker:innen aus der klinischen Praxis.
Ein weiteres wichtiges Event – der Digital Health Lab Day – ist für den 10. Februar 2027 geplant und wird sich unter dem Motto „Smarte Lösungen in den Versorgungsalltag integrieren“ mit verschiedenen Formaten wie Keynotes und Workshops befassen. Dazu kommen kompakte Kurse, die als Micro-Teachings angeboten werden und sich mit digitalen Gesundheitsthemen beschäftigen.
Insgesamt zeigt sich, dass die digitale Transformation im Gesundheitswesen nicht nur ein Zukunftstraum ist, sondern bereits konkret Gestalt annimmt. Ob durch innovative Forschungsprojekte an Universitäten oder praxisnahe Weiterbildung – der Weg zu einem effektiveren Gesundheitswesen ist geebnet, und zahlreiche Akteure arbeiten aktiv daran, diesen Transformationsprozess voranzubringen.
