Die FernUniversität in Hagen setzt mit einem innovativen Lehrprojekt namens WERTstatt neue Akzente in der Psychologiedidaktik. Ab dem Sommersemester 2026 haben Psychologiestudierende die Möglichkeit, sich im Rahmen dieser Initiative intensiv mit ihren eigenen Werten auseinanderzusetzen. Ziel ist es, den Studierenden einen Raum zu bieten, in dem sie eigene Wertekonflikte reflektieren und meistern können. Wie bereits berichtet wird, bekommt das Projekt seine Förderung durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre, die von April 2025 bis Ende März 2027 zur Verfügung steht.

Das Projektteam setzt sich aus zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und zwei studentischen Hilfskräften zusammen, die gemeinsam mit einem Student Advisory Board von acht Studierenden den Kurs gestalten. Diese Partizipation garantiert, dass die Bedürfnisse der Lernenden in die Entwicklung der WERTstatt einfließen. Über 140 Studierende haben sich bereits für die Praxisphase angekündigt, die mit einer Vielzahl von interaktiven Übungen punkten wird. Darunter fallen etwa Rollenspiele und aktives Zuhören, was laut WERTstatt besonders effektive Methoden zur Vermittlung von Wertekonflikten darstellt.

Struktur und Ablauf der WERTstatt

Das Kurskonzept der WERTstatt sieht einen abwechslungsreichen Aufbau vor. Es besteht aus einem achtwöchigen Programm, das sowohl Selbststudium über Moodle als auch wöchentliche Online-Treffen umfasst, ergänzt durch einen Präsenztag. Hier lernen die Teilnehmenden nicht nur, ihre eigenen Werte zu reflektieren, sondern erkennen auch, welche Rolle Werte in Forschung und Praxis der Psychologie spielen. Zudem wird interkulturelle Sensibilität geschult und in Gruppenarbeiten Lösungen für Wertekonflikte erarbeitet. Das Programm soll ein inklusives und studierendenzentriertes Lernerlebnis bieten.

Die ersten Anmeldungen zeigten eine hohe Nachfrage, sodass die Teilnehmerzahl auf 93 Studierende in zwölf Kleingruppen limitiert wurde. Eine Evaluation des ersten Durchgangs ist bereits in Planung, um die Zielerreichung sowie die Zufriedenheit der Studierenden zu überprüfen. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, sich im September wieder für den nächsten Durchgang anzumelden, wobei das Angebot zunächst auf Psychologiestudierende beschränkt bleibt. Langfristig könnte WERTstatt jedoch auch für andere Studiengänge geöffnet werden.

Ein Innovationsschritt in der Wertebildung

Die WERTstatt-Initiative geht über die herkömmliche Ausbildung von Psychologiestudierenden hinaus und träumt von einer breiteren Bedeutung im Bereich der Wertebildung. Laut einem von der LMU herausgegebenen Bericht ist das Thema Werte und deren Bildung in der Weiterbildung, insbesondere im MINT-Bereich, ein oft vernachlässigtes Feld. WERTstatt ist damit ein Schritt in die richtige Richtung, indem es den Stellenwert von Werten in verschiedenen Disziplinen in den Fokus rückt.

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In einer Zeit, in der wertebasierte Konflikte an vielen Fronten präsenter erscheinen, könnte die WERTstatt eine entscheidende Rolle spielen, indem sie den Fokus auf Selbstreflexion und interaktive Lernformate lenkt. Mit diesem Projekt wird nicht nur der Bildungsanspruch der FernUniversität gestärkt, sondern auch ein Beitrag zur generellen Diskussion um Werte in der Gesellschaft geleistet.