In einer Zeit, in der hohe Krankenstände und ein akuter Fachkräftemangel viele Unternehmen vor Herausforderungen stellen, rückt das Thema gesundheitsorientierte Führung zunehmend in den Fokus. Eine Studie der Helmut-Schmidt-Universität und der Universität der Bundeswehr München erklärt, warum Selbstfürsorge von Führungskräften besonders entscheidend für die Gesundheit und Motivation ihrer Mitarbeitenden ist.

Der Begriff „Sandwich-Position“ beschreibt Führungskräfte, die sowohl Verantwortung für ihr Team tragen als auch an eine höhere Führungsebene berichten. Diese Position ist oft eine Herausforderung, da das Gesundheitsverhalten von Vorgesetzten einen direkten Einfluss auf die nachgeordneten Führungskräfte hat. Das bedeutet, dass eine gesunde Lebensweise und Stressbewältigung bei Führungskräften auch deren Mitarbeitenden zugutekommt.

Selbstfürsorge und ihre Bedeutung

Trotz dieser Erkenntnisse steht die Selbstfürsorge bei vielen Führungskräften häufig im Schatten. Viele betrachten sie als etwas Privates oder als Zeichen der Schwäche, was in der Berichterstattung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung als problematisch hervorgehoben wird. In der tat zeigt die Forschung, dass positive Effekte bereits durch wenige Maßnahmen zur Förderung der Selbstfürsorge erzielt werden können.

Ein gesundheitsorientiertes Führungsverhalten ist nicht nur eine individuelle Verantwortung, sondern auch eine kulturelle Herausforderung innerhalb der Organisation. Negative Einstellungen gegenüber Gesundheitsförderung können die Wirksamkeit einer gesunden Führung erheblich schwächen, wie die Studie feststellt. Damit der Ansatz erfolgreich ist, ist eine starke Organisationskultur vonnöten, die gesundheitsförderliche Praktiken ernsthaft integriert.

Handlungsempfehlungen zur Förderung

Die Studie bietet klare Handlungsempfehlungen für Unternehmen: Gesunde Führung sollte auf allen Ebenen beginnen und die Selbstfürsorge von Führungskräften muss gestärkt werden. Der Abbau des Stigmas gegenüber Gesundheitsförderung ist ebenso entscheidend wie die systematische Förderung gesundheitsorientierter Führungsstrategien. Diese Empfehlungen sind besonders relevant in Zeiten zunehmender psychischer Belastung und eines knappen Fachkräfteangebots.

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  • Förderung der Selbstfürsorge bei Führungskräften stärken
  • Aktives Absenken des Stigmas gegenüber Gesundheitsförderung
  • Gesunde Führung systematisch in der Organisationskultur verankern

Die Definition von Gesundheit durch die WHO umfasst körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden. Vor diesem Hintergrund haben Führungskräfte die Verantwortung, aktiv gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen und zu pflegen. Auch der Ansatz der transformationale Führung legt Wert auf motivierende Rahmenbedingungen und individuelle Fürsorge für Mitarbeitende, was einen positiven Einfluss auf das Betriebsklima hat.

Um bei aktuellen Herausforderungen nicht den Kürzeren zu ziehen, wird gesunde Führung immer mehr zu einem Schlüsselfaktor in der Personalpolitik. Organisationen werden aufgefordert, Ressourcen bereitzustellen, um gesundheitsorientiertes Verhalten zu fördern und die Gesundheit ihrer Führungskräfte zu unterstützen. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten und -orte ebenso wie klare Regeln zur Grenzziehung zwischen Arbeits- und Privatleben.

Insgesamt ist der Zusammenhang zwischen Führung, Gesundheit und organisationskulturellen Aspekten entscheidend, um ein gesundes Arbeitsklima zu schaffen, wie die Studie der Universitäten zur gesundheitsorientierten Führung zeigt. Damit ist klar: Gesundheit am Arbeitsplatz beginnt bei der Führungskraft, die als Rollenvorbild wirkt und damit einen wertvollen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit leistet.