Vom 18. bis 22. Mai 2026 findet an der Humboldt-Universität zu Berlin die Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week 2026 statt, die sich intensiv mit dem Thema der akademischen Freiheit auseinandersetzen wird. Diese Veranstaltung zielt darauf ab, den Schutz und die Gestaltung akademischer Freiheiten zu diskutieren und bietet Raum für wertvolle Beiträge von Wissenschaftlern und Akademikern aus verschiedenen Ländern.
Besonders Höhepunkt der Woche wird das Panel „Academic Freedom at Risk: European Universities between Resilience and Responsibility“ am 20. Mai sein. Hier werden renommierte Expert:innen, unter anderem Prof. Dr. Julia von Blumenthal von der Humboldt-Universität zu Berlin und Prof. Dr. Markus Hilgert von der Universität der Künste Berlin, über wichtige Themen wie Schutzprogramme und institutionelle Verantwortung sprechen. Francois Delattre, der französische Botschafter, wird diesem Panel ein Grußwort widmen.
Akademische Freiheit im Fokus
Die Diskussion über akademische Freiheit ist aktueller denn je, insbesondere angesichts der Herausforderungen, denen sich Wissenschaftler:innen gegenübersehen. Dazu gehört auch der Austausch über Schutzprogramme für gefährdete Forscher:innen, wie die Philipp Schwartz Initiative und das Hilde Domin-Programm.
Zusätzlich werden Berichte von Professor:innen und Forscher:innen aus verschiedenen Institutionen präsentiert, darunter eine Analyse zu transnationalen Perspektiven auf akademische Freiheit vom Center Marc Bloch. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Jan-Martin Wiarda, einem erfahrenen Wissenschaftsjournalisten, der die Geschehnisse durch seine Perspektive bereichern wird.
Interessierte Teilnehmende sollten sich im Voraus anmelden, da die Plätze begrenzt sind und eine Beteiligung an weiteren Workshops und Diskussionsrunden vorgesehen ist.
Forschungssicherheit als Eckpfeiler
Im Rahmen der Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week wird auch die Bedeutung von Forschungssicherheit zur Sprache kommen. Eine Novität in diesem Bereich ist die Initiative für eine Nationale Plattform für Forschungssicherheit, die auf der Wissenschaftsministerkonferenz im Dezember 2025 ins Leben gerufen wurde. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und die Wissenschaftsministerien der Länder haben sich auf Eckpunkte verständigt, die sicherstellen sollen, dass die Unabhängigkeit und Autonomie der Forschung geschützt werden.
Die Plattform wird im Herbst 2026 beginnen und soll dazu dienen, Transparenz zu schaffen und verschiedene Standards für Forschungssicherheit zu entwickeln. Dies ist von wesentlicher Bedeutung, um Einrichtungen zu schützen und ihre Handlungsfähigkeit im internationalen Wettbewerb zu stärken. Zudem wird betont, dass wissenschaftliche Arbeit zunehmend Bedrohungen ausgesetzt ist, die durch geopolitische Entwicklungen noch verstärkt werden, sodass ein sorgfältiger Umgang mit Risiken unabdingbar ist.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week nicht nur als Diskussionsforum fungiert, sondern auch als wichtige Plattform, um aktuelle Herausforderungen in der Wissenschaft anzugehen. Mit der engen Kooperation der Berlin University Alliance, bestehend aus der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, wird Berlin als führender Wissens- und Innovationsraum positioniert.
Für mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung besuchen Sie bitte die Webseiten der Humboldt-Universität zu Berlin, der Wissenschaftsministerkonferenz und des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.