Seit September 2026 ist Verena Frick Professorin für Politische Theorie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Von Eichstätt und Ingolstadt aus richtet sie den Blick auf eine Frage, die im Alltag schnell sehr konkret wird: Was macht Demokratien widerstandsfähig – und wie lassen sich Bürgerinnen und Bürger für demokratische Werte gewinnen?

Fricks Fachgebiet verbindet politische Theorie und Ideengeschichte mit Demokratietheorie. Dazu kommen interdisziplinäre Verbindungen zur Rechtswissenschaft und Soziologie. An der KU möchte sie ihre Forschung zur modernen Demokratietheorie vertiefen: Es geht um Ressourcen, die demokratische Systeme stabilisieren, um die Voraussetzungen für Vertrauen in demokratische Institutionen und um die Frage, wie attraktiv und handlungsfähig demokratische Ordnungen in Krisen bleiben.

Von Regensburg über Leipzig in die Wissenschaft

Geboren wurde Frick in Regensburg, wo sie auch ihr Abitur machte. Anschließend studierte sie Politikwissenschaft, Journalistik und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Zunächst sah ihr beruflicher Weg eher nach Politikjournalismus aus; als freie Mitarbeiterin schrieb sie für Lokalzeitungen.

Während ihrer Abschlussarbeit verschob sich ihr Interesse jedoch. Nicht mehr nur die tagespolitische Oberfläche stand im Mittelpunkt, sondern grundlegende Fragen politischen Denkens. 2017 promovierte Frick an der Universität Erfurt mit einer Arbeit über Staats- und Verfassungstheorien der bundesdeutschen Staatsrechtslehre. Danach war sie in Erfurt, Göttingen, Hannover und Würzburg tätig, bevor sie an die KU wechselte.

Die demokratische Stadt als Forschungsfeld

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die politische Theorie der Stadt. In ihrer 2025 abgeschlossenen Habilitationsschrift „Die demokratische Stadt. Versprechen, Herausforderungen, Perspektiven“ untersucht Frick, wie urbane Räume politische Erfahrungen prägen. Außerdem fragt sie, warum die lokale Ebene für das Verständnis demokratischer Prozesse so wichtig ist.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Das klingt zunächst nach Rathaus, Stadtrat und Bürgerbeteiligung – und natürlich gehört das dazu. Dahinter steckt aber auch die Frage, wie Menschen Politik tatsächlich erleben: im Viertel, auf Plätzen, in Behörden, an Orten, an denen Entscheidungen nicht als große Theorie daherkommen, sondern als Buslinie, Bauprojekt oder Streit um die Nutzung eines öffentlichen Raums.

An der KU will Frick außerdem untersuchen, was Menschen dazu bringt, demokratische Werte zu vertreten und die Demokratie zu verteidigen. Gerade in Krisen entscheidet sich schließlich nicht nur an Institutionen, ob eine demokratische Ordnung funktioniert, sondern auch daran, ob Bürgerinnen und Bürger ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft zum Mitmachen behalten.

Engagement über den Lehrstuhl hinaus

Seit 2024 ist Frick Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft. Darüber hinaus arbeitet sie in mehreren wissenschaftlichen Beiräten mit, unter anderem zu Staat, Souveränität und politischer Ordnung.

Eine frühere Seite zu Frick am Lehrbereich Politische Theorie der Universität Würzburg konnte unter der angegebenen Webadresse nicht gefunden oder angezeigt werden. Möglich ist, dass sie gelöscht, verschoben oder umbenannt wurde. Ebenso kann ein 401-Fehler bedeuten, dass die Seite nur innerhalb des Universitätsnetzes zugänglich ist oder in einem geschützten Bereich liegt und eine Anmeldung erfordert. Die Universität verweist für die Suche nach der gewünschten Seite auf Sitemap, Megamenü oder Suchfunktion.

Für die KU Ingolstadt beginnt damit seit September 2026 eine neue Phase in einem Forschungsfeld, das vom Hörsaal bis in die Stadt reicht: von Verfassungstheorien und politischer Ideengeschichte bis zu der ziemlich praktischen Frage, warum Menschen einer demokratischen Institution vertrauen – oder eben nicht.