Am 23. Mai 2026 fand im Blue Square in Bochum der Aktionstag „Bochum bleibt beteiligt“ statt. Der Initiator dieses lebhaften Ereignisses war das Centre for City Futures der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit UniverCity Bochum. Das Programm setzte sich aus einem bunten Strauß an Veranstaltungen zusammen, die sich auf die Themen Demokratie, Wissenschaft und gesellschaftliches Engagement konzentrierten.

Von 11 bis 16 Uhr konnten die Besucher:innen eine Vielzahl von kostenlosen Angeboten genießen. Im Blue Square und der Innenstadt wurden interaktive Mitmachaktionen, ein Quiz zum Grundgesetz und Workshops zur „Demokratie Fitness“ geboten, unter anderem geleitet von Jens Feddersen. Darüber hinaus stellte der Markt der Möglichkeiten verschiedene Bochumer Vereine wie Amnesty International und das Deutsche Rote Kreuz vor, wo die Bürger:innen sich über ehrenamtliche Engagements informieren konnten.

Vielfältige Angebote und Mitmachaktionen

Besucher:innen hatten die Möglichkeit, an Kurzvorträgen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ruhr-Universität teilzunehmen. Die Inhalte des Vortragsprogramms umfassten wichtige Aspekte wie demokratische Teilhabe und den Schutz der demokratischen Grundwerte. Jörg Lukat, Oberbürgermeister von Bochum, stattete dem Aktionstag ebenfalls einen Besuch ab und betonte die Relevanz von Bürgerengagement für die Gesellschaft.

Ein ganz besonders Highlight war die GEMI-Jugendpreisverleihung, die jungen Erwachsenen mit internationaler Familiengeschichte Anerkennung zollte, die sich für Informationen sowie Presse-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit einsetzen. Diese Auszeichnung spiegelt das Engagement der Jugend in Bochum wider und zeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Universität und Stadtgesellschaft ist, wie es auch Susanne Schult, die Dezernentin der Ruhr-Universität, betonte.

Beteiligung in der zivilgesellschaftlichen Landschaft

Das zivilgesellschaftliche Engagement spielt eine zentrale Rolle für die Partizipationschancen der Bürger:innen. Laut bpb.de waren im Jahr 2022 etwa 70 % der Organisationen auf freiwillig engagierte Personen angewiesen. Das Engagement in verschiedenen Bereichen wie Sport, Kultur und Umwelt fördert nicht nur soziale Netzwerke, sondern auch das Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft.

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Ein Blick auf die aktuellen Engagement-Trends zeigt, dass insbesondere die Altersgruppe der 17- bis 29-Jährigen in den letzten Jahren einen Anstieg in ihrem Engagement verzeichnet hat. Insbesondere durch die Erfahrungen der Coronapandemie ist das Bewusstsein für gesellschaftliches und politisches Engagement gewachsen. Der Anteil der 14- bis 22-Jährigen, die sich in Umwelt- oder Klimaschutzorganisationen engagieren, stieg von 22 % im Jahr 2019 auf 36 % im Jahr 2021. Solche Entwicklungen bestätigen die Wichtigkeit von Initiativen wie dem Aktionstag in Bochum, die ein offenes Forum zur Diskussion und zum Austausch bieten.

Insgesamt zeigt der Aktionstag „Bochum bleibt beteiligt“, wie wichtig es ist, dass Bürger:innen die Gelegenheit haben, sich aktiv an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Programme wie diese fördern nicht nur die demokratische Teilhabe, sondern stärken auch die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und der lokalen Gemeinschaft. Engagierte Bürger:innen sind der Schlüssel zu einer lebendigen und dynamischen Demokratie.