Ein großer Erfolg für die Ruhr-Universität Bochum: Das transdisziplinäre Lehr- und Forschungsprojekt „Cultural Diversity, Integration and Anti-Racism“ wurde mit dem UNIC Best CityLabs Award 2026 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand Mitte Juni im Rahmen der UNIC Thematic Conference in Istanbul statt. Das Projekt ist Teil einer europäischen Hochschulallianz, deren Gründungsmitglied die Ruhr-Universität ist. Diese Auszeichnung würdigt die Bemühungen der Bochumer Universität, neue Perspektiven im Umgang mit kultureller Vielfalt und Rassismus zu entwickeln.

Was macht das Projekt so besonders? Es vereint Studierende, die Stadt Bochum und zivilgesellschaftliche Organisationen in einem gemeinsamen Ziel: den Austausch über Antidiskriminierung und den Umgang mit institutionellem Rassismus. Das Projektteam, geleitet von Prof. Dr. Sandra Aßmann, Dr. Catharina Keßler und Dr. Daniel Schumann von der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, hat ein innovatives Konzept entwickelt, das auf Dialog und Zusammenarbeit setzt.

Phasen und Ergebnisse des Projekts

Das CityLab gliederte sich in mehrere Phasen, darunter eine Dialogveranstaltung, ein forschungsorientiertes Seminar sowie eine öffentliche Abschlussveranstaltung. Studierende hatten die Möglichkeit, eigene Forschungsfragen zu entwickeln und diese durch Interviews mit verschiedenen Stakeholdern zu vertiefen. Die Ergebnisse – etwa Handlungsempfehlungen und Forschungspräsentationen – wurden in einer Paneldiskussion und durch Workshops vorgestellt.

Die Jury des UNIC Awards lobte das Projekt besonders für die Schaffung neuer Dialogräume und die langfristige Kooperation zwischen Universität und Stadtverwaltung Bochum. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung kommunaler Antidiskriminierungsmaßnahmen ein, was zeigt, wie wertvoll das Engagement ist. Das Projekt hatte eine Laufzeit von Februar bis August 2022 und ist nun offiziell abgeschlossen.

Gemeinsam gegen Rassismus

Das „Cultural Diversity, Integration and Anti-Racism“-Projekt beschäftigt sich mit Rassismus und dessen kritischer Auseinandersetzung in post-industriellen Städten, mit Bochum als Beispiel. In interdisziplinären Teams arbeiten Studierende mit Stakeholdern und Experten aus dem UNIC-Netzwerk zusammen, um Handlungsoptionen zu entwickeln. Diese praxisnahe Schwerpunktsetzung dürfte im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen einen wichtigen Beitrag leisten.

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Durch die Unterstützung des Erasmus+ Programms der Europäischen Union wurde dieses wichtige Projekt ermöglicht. Die Ruhr-Universität Bochum möchte weiterhin als Schnittstelle zwischen Stadtgesellschaft, Stadtverwaltung und universitärer Lehre fungieren. Am RUB Centre for City Futures stehen weitere Kooperationsprojekte in den Startlöchern, die dazu beitragen sollen, die großen städtischen Herausforderungen zu bewältigen und ein besseres Miteinander zu fördern.

Dank der ausgezeichneten Arbeit des Projektteams und der engagierten Studierenden ist Bochum nun noch mehr auf der wissenschaftlichen Landkarte sichtbar. Das Thema Rassismuskritik wird somit nicht nur auf einer akademischen Ebene behandelt, sondern gewinnt auch in der Zivilgesellschaft an Relevanz.