Am 1. April 2026 begrüßte die Technische Universität Chemnitz einen neuen Gesicht in der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften: Prof. Dr. Ivar Krumpal wurde in die Heisenberg-Professur für „Allgemeine Soziologie“ berufen. Die feierliche Übergabe der Berufungsurkunde fand unter der Leitung des Rektors, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, statt und markiert einen bedeutenden Schritt in der Karriere des Wissenschaftlers.

Prof. Krumpal bringt eine beeindruckende akademische Laufbahn mit. Er studierte zwischen 1998 und 2005 Verwaltungswissenschaft mit einem Fokus auf Politikanalyse und Evaluationsforschung an der Universität Konstanz. Nach seiner Promotion im Jahr 2010 in Soziologie an der Universität Leipzig, war er bis 2016 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der dortigen Professur für Theorie und Theoriegeschichte tätig.

Forschungsschwerpunkte und Engagement

Sein Werdegang führte ihn weiter zur Universität Halle-Wittenberg, wo er 2014/2015 eine Vertretung für Quantitative Methoden in den Sozialwissenschaften übernahm. Die Habilitation, die er 2016 an der Universität Leipzig erlangte, widmete sich sozialen Normen und Devianz. Krumpals Engagement in der Forschung zeigt sich unter anderem in seiner Tätigkeit als Koordinator am Zentrum für quantitative empirische Sozialforschung sowie seiner Aufnahme in das renommierten Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Jahr 2022.

Das Heisenberg-Programm unterstützt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um sie auf zukünftige wissenschaftliche Leitungsfunktionen vorzubereiten. Dabei bietet es auch die Möglichkeit, weiterführende Forschungsthemen zu bearbeiten, ohne dass eine projektförmige Vorgehensweise zwingend erforderlich ist. Wie gepris.dfg.de erläutert, sind die Ergebnisse und einzelnen Projektbeschreibungen nicht in der Datenbank zugänglich, die Form der Bearbeitung ist also flexibler gestaltet.

Ein Beitrag zur soziologischen Ausbildung

In seiner neuen Rolle wird Prof. Krumpal eine wesentliche Rolle bei der soziologischen Ausbildung an der TU Chemnitz spielen. Seine Lehrangebote sollen nicht nur das bestehende Curriculum anpassen, sondern auch bereichern. Zudem wird er weiterhin empirische Studien, einschließlich Befragungsstudien und Choice-Experimente, durchführen, um ethische Präferenzen und Antidiskriminierungsnormen zu erforschen. Hierbei entwickelt er nicht nur Konzepte zur Analyse von sozialen Normen, sondern beleuchtet auch die Wechselwirkungen zwischen diesen Normen und der gesellschaftlichen Realität.

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Mit seiner Mitgliedschaft in der European Survey Research Association (ESRA), der Akademie für Soziologie (AS) und den Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), bringt er ein Netzwerk an Expertise mit, das den Austausch und die Forschung an der TU Chemnitz fördern wird. Die integrierten Aspekte seiner Forschung und Lehre versprechen, einen wertvollen Einfluss auf die wissenschaftliche Gemeinschaft sowie die Studierenden zu haben.

Für die Technische Universität Chemnitz stellt die Berufung eines so erfahrenen Wissenschaftlers wie Prof. Dr. Ivar Krumpal einen wichtigen Schritt dar, um die eigene Forschungs- und Lehrlandschaft auszubauen und an aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen anzupassen. Dies dürfte sowohl der Universität als auch der wissenschaftlichen Gemeinschaft insgesamt zugutekommen.