Am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, wird die BTU Cottbus-Senftenberg die Abschlussveranstaltung ihres Professorinnenprogramms III unter dem Titel „FEM*Lights“ ausrichten. Die Veranstaltung findet im Großen Hörsaal und Pavillon des Zentralcampus statt und beginnt um 10:00 Uhr mit einem Empfang, der von Kaffee und Kuchen begleitet wird. Offiziell startet das Programm um 10:30 Uhr und bietet nicht nur Grußworte von Ministerin Manja Schüle und BTU-Präsidentin Gesine Grande, sondern auch eine Präsentation der Ergebnisse des geförderten Programms.

Das Professorinnenprogramm III, das von 2020 bis 2026 durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird, verfolgt das Ziel, die Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen gezielt zu fördern. Dabei ist es ein wichtiger Bestandteil, um der sogenannten „Leaky Pipeline“ entgegenzuwirken, die dem Rückgang der weiblichen Hochschulabschlüsse auf höheren akademischen Ebenen Rechnung trägt. Der Frauenanteil an Hochschulen sinkt mit steigender akademischer Laufbahn: 46 % der Doktorandinnen sind Frauen, während der Anteil bei Professorinnen nur noch bei 29 % liegt. In diesem Zusammenhang hat das Bundesministerium zur Förderung der Gleichstellung eine neue Programmphase für die kommenden Jahre gestartet, die bis 2030 läuft und ein Fördervolumen von 320 Millionen Euro umfasst. Diese Maßnahmen sind Teil des Kaskadenmodells, das den Frauenanteil auf jeder Karrierestufe entsprechend der vorhergehenden Stufe anheben möchte.

Vielfalt in Wissenschaft und Forschung

Im Rahmen der FEM*Lights-Veranstaltung wird auch ein Salontalk mit vier geförderten Professorinnen stattfinden, darunter Stefanie Kiwi Menrath und Juliane Noack Napoles. Dies bietet eine Plattform für den Austausch über die Erfahrungen und Herausforderungen, die Frauen in der Wissenschaft begegnen. Die Moderation übernimmt Anneliese Niehoff.

Darüber hinaus wird zeitgleich der Talent Day der Decarbon Days stattfinden, bei dem Studierende ihre Projekte präsentieren und innovative Ansätze zur Dekarbonisierung entwickeln. Die Veranstaltung bietet eine interaktive Ausstellung sowie eine Talentbörse, auf der Unternehmen mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt treten können. Dazu kommt die Prämierung herausragender Abschlussarbeiten zu Themen der Dekarbonisierung. Diese vielschichtigen Veranstaltungen unterstreichen die Bedeutung von Chancengleichheit und die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt betont die Dringlichkeit, Geschlechteraspekte in Forschung und Lehre zu integrieren, um die Lebensqualität zu verbessern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Programme wie die Initiative „Vielfalt verbindet“, die zwischen 2022 und 2024 gefördert wird, zielen darauf ab, Chancengerechtigkeit und Vielfalt an Hochschulen zu fördern. Mit konkreten Förderungen von bis zu 50.000 Euro für bis zu 18 Monate sollen innovative Ansätze zur Unterstützung von Frauen in MINT-Berufen weiter vorangetrieben werden.

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Durch diese integrativen Maßnahmen möchte das Ministerium nicht nur die Sichtbarkeit von Frauen erhöhen, sondern auch dafür sorgen, dass geschlechterdifferenzierte Aspekte künftig in der Forschung stärker berücksichtigt werden. Der Zielkonflikt zwischen Qualifikation und Karriereweg soll somit abgebaut werden. Eine konsequente Umsetzung dieser Ziele könnte dazu beitragen, die Ausgangslage für Frauen in der Wissenschaft signifikant zu verbessern.

Ein umfassender Bericht über die Bedeutung solcher Programme findet sich bei B-TU und weiterführende Informationen über Gleichstellung und Vielfalt in der Wissenschaft sind auf der Seite des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt verfügbar.