Die Universitätsgesellschaft Bielefeld (UGBi) feierte am 22. Mai 2026 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung ihr 60-jähriges Bestehen. Gegründet wurde die UGBi am 29. Januar 1966 im Bankhaus Lampe, um die Errichtung einer Hochschule in Ostwestfalen-Lippe zu unterstützen. Dieses Jubiläum wurde von über 100 Gästen verfolgt, darunter die Unirektorin Prof’in Dr. Angelika Epple und Bürgermeister Frank Strothmann. Diese Veranstaltung bot nicht nur Rückblicke auf die Geschichte der Gesellschaft, sondern auch Ausblicke auf die zukünftige Entwicklung der Universität.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Rolle der UGBi zur Stärkung der Beziehungen zwischen der Universität und der Bevölkerung sowie der regionalen Wirtschaft. In den vergangenen 60 Jahren hat die UGBi rund 8 Millionen Euro in verschiedene Projekte der Universität investiert. An diesem Festakt waren auch langjährige Mitglieder beteiligt, die ihre Perspektiven und Erfahrungen teilten. Dazu gehören Jürgen Heinrich, ein Gründungsmitglied, sowie Gertrude Lübbe-Wolff, die erste Studentin und spätere Professorin.
Vielfältige Förderaktivitäten
Die UGBi engagiert sich in vielfältigen Bereichen, um die Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken. Zu den wichtigen Aktivitäten zählen die Verleihung des Jörg Schwarzbich Inventor Awards und des Karl Peter Grotemeyer-Preises, sowie die Auszeichnung von Dissertationspreisen. Diese Initiativen tragen dazu bei, die wissenschaftliche Exzellenz zu würdigen und zu fördern. Beispielsweise erhalten Studierende finanzielle Unterstützung für Tagungsstipendien, um ihre berufliche Entwicklung zu unterstützen.
Zusätzlich fördert die UGBi Projekte wie „Bielefeld 2000plus“ und „teutolabs“, die darauf abzielen, Innovationen in der Region voranzutreiben. Auch die Unterstützung des International Office, wo Stipendien für ausländische Studierende bereitgestellt werden, ist ein zentraler Bestandteil des Engagements der Gesellschaft. Dabei liegt der Fokus auf der intensiven Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft und der Öffentlichkeit.
Forderung nach mehr Engagement
Trotz dieser Erfolge vermeldet die UGBi einen Rückgang der Mitgliederzahlen und ruft zu mehr Engagement von Unternehmen sowie Privatpersonen auf. Die gegenwärtige Vorstandschaft, angeführt von Dr. Rainer Norden, der in seiner Rolle die weitere Förderung der Beziehungen zur Bevölkerung weiter vorantreiben möchte, wird auch von Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer als stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer Martin Henke unterstützt.
Die Bedeutung von Hochschulen und Kooperationen in Deutschland ist unbestreitbar. Mit über 400 Hochschulen im gesamten Bundesgebiet, die durch Bund und Länder gefördert werden, zeigt sich die zentrale Rolle der Wissenschaft im sozialen und wirtschaftlichen Gefüge. Diese Unterstützung, wie sie auch vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt bereitgestellt wird, ist insbesondere für die Gewinnung und Bindung internationaler Studierender von großem Wert. Das Hochschulsystem in Deutschland sieht sich damit einer Vielzahl von Herausforder-ungen gegenüber, die es zu meistern gilt, um die Zukunft der Bildung in Deutschland zu sichern und weiterzuentwickeln.
Die UGBi wird auch weiterhin eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der Universität Bielefeld und der Region spielen, wobei sie den Austausch zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Wirtschaft fördert und die Kultur in Bielefeld unterstützt.