Am 3. Juni 2026 eröffnet der 26. Brandenburger Energietag neue Perspektiven auf die aktuelle Forschung im Energie-Innovationszentrum Cottbus (EIZ). Dieses Event, das seit 1999 regelmäßig stattfindet, hat sich als zentraler Branchentreff in Brandenburg etabliert und wird in der Energieregion Lausitz an der BTU Cottbus-Senftenberg ausgerichtet.

Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der BTU, betont, dass die Lausitz sich zu einem dynamischen Energiestandort entwickelt. Ihr Anliegen ist es, die Verbindung von Forschung, Transfer und Praxis zu einer klimaneutralen Energieversorgung zu intensivieren. Ihre Äußerungen werden durch die Wirtschafts- und Energieministerin Martina Klement ergänzt, die die Bedeutung zukunftsfähiger Energieinfrastrukturen hervorhebt.

Zukunftsperspektiven und Herausforderungen

Brandenburg hat sich zu einem Vorreiter entwickelt, indem es mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert, als im Land verbraucht wird. Dennoch stehen die Verantwortlichen vor Herausforderungen: Laut Klement gibt es Probleme bei der Speicherung und dem Ausbau der Infrastruktur, was eine effiziente Energienutzung erschwert.

Der Energietag, der vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa, der BTU Cottbus-Senftenberg sowie weiteren wichtigen Institutionen ausgerichtet wird, bietet ein umfassendes Programm. Vormittags präsentieren Vertreter der Bundesnetzagentur Fachimpulse zur Energieversorgung. Am Nachmittag folgen vier Fachforen, in denen zentrale Themen wie „Erzeugung und Einspeisung“ sowie „Rahmenbedingungen und Finanzierung“ diskutiert werden.

Ein besonderes Augenmerk wird auf ein ganz neues Vernetzungstreffen für Frauen in der Energiebranche gelegt, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) durchgeführt wird. Dies setzt ein wichtiges Signal für die Sichtbarkeit und den Austausch von Frauen in diesem Sektor.

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Ein Netzwerk für Frauen in der Energiebranche

Das Netzwerk She Drives Energy hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Plattform für Frauen in der Energiebranche zu schaffen. Mit Mitgliedern aus Industrie, Wissenschaft, Verbänden und Behörden bietet es einen Raum für den interdisziplinären Austausch und die persönliche Entwicklung.

Die Vision des Netzwerks ist die Gestaltung einer nachhaltigen und klimaneutralen Energieversorgung. Mitglieder profitieren von einem breiten Netzwerk zur Förderung ihrer Sichtbarkeit und können sich mit Expertinnen austauschen. Ein wichtiges Ziel ist die Unterstützung in Karrierefragen sowie der Austausch über technische und wissenschaftliche Themen.

Insgesamt steht der 26. Brandenburger Energietag somit nicht nur für einen Austausch über aktuelle energiepolitische Fragestellungen, sondern auch für die Stärkung der Rolle von Frauen in der Energiewirtschaft, was eine zukunftsgerichtete Entwicklung in der Branche unterstützt.