Am 13. Mai 2026 wurde die „School of Advanced Professional Studies“ von der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund ins Leben gerufen. Diese neue Weiterbildungseinrichtung, die als gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) organisiert ist, bringt frischen Wind in die Landschaft der beruflichen Weiterbildung.
Das Ziel dieser Einrichtung ist es, die Bedeutung des Lernens in allen Lebensphasen hervorzuheben. Die Trägerschaft wird von der Akademie der RUB gGmbH und der TU Dortmund übernommen. Die „School of Advanced Professional Studies“ bietet ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten, die speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten sind. Durch die Zusammenarbeit der beiden Universitäten werden Synergien geschaffen, die nicht nur die Sichtbarkeit, sondern auch die strategische Positionierung der Universitäten im Weiterbildungsmarkt stärken sollen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung
Ein zentraler Aspekt der neuen Einrichtung ist die Förderung der Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Qualitätssicherung und organisatorische Maßnahmen werden im Anschluss an die Gründung der gGmbH gemeinschaftlich erarbeitet. Dies geschieht im Kontext der Eingliederung in die Exzellenzstrategie, die unter dem Titel „Ruhr Innovation Lab“ firmiert.
Wie die TU Dortmund berichtet, haben beide Universitäten am 12. November 2025 den Antrag für die Exzellenzstrategie beim Wissenschaftsrat eingereicht. Diese Initiative zielt darauf ab, Freiräume in der Forschung zu schaffen und Lösungen für drängende Zukunftsfragen bereitzustellen. In einer ernsten Konkurrenz mit 21 Universitäten und Verbünden haben Bochum und Dortmund die Vision ins Leben gerufen, das Ruhrgebiet aktiv zu entwickeln und zu stützen.
Förderung und Zukunftsperspektiven
Die Qualifikation für die Exzellenzstrategie wurde durch die Einwerbung von drei Exzellenzclustern im Mai 2025 erreicht. Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, hebt hervor, dass die Forschung „zur Sicherung von Werten und Wohlstand“ gestaltet werden soll. Sein Kollege von der TU Dortmund, Prof. Manfred Bayer, spricht von der Notwendigkeit, ein Ökosystem zu schaffen, das diese Vision unterstützt.
Im Rahmen dieses Projekts haben beide Universitäten zusammen 875 Professuren, 6.400 Wissenschaftler und 63.000 Studierende vereint. Besonders hervorzuheben sind die starken Forschungsbereiche wie nachhaltige Chemie, vertrauenswürdige IT-Systeme sowie neuartige Materialien. Die Initiative verfolgt das Motto „Think. Try. Transform.“, das interdisziplinäre Ansätze fördern soll.
Die Antragstellung für die Exzellenzstrategie eröffnet nachhaltige Fördermöglichkeiten bis zum Jahr 2033 mit einer Fördersumme von bis zu 28 Millionen Euro jährlich. All diese Bemühungen zielen darauf ab, die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre in der Region zu optimieren und einen bleibenden Einfluss auf die wissenschaftliche Landschaft Deutschlands auszuüben.