Rund 100 Fachleute aus Bildung und Sport kamen am 29. Oktober 2026 zur 13. Bildungskonferenz des Ennepe-Ruhr-Kreises zusammen. Das Motto: „Move your Brain – Bewegung trifft Bildung“. Gastgeberische Unterstützung kam vom TuS Stockum, der Sportanlagen und Räume bereitstellte; organisiert wurde die Konferenz vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises gemeinsam mit dem Kreissportbund Ennepe-Ruhr.

Im Mittelpunkt stand eine Frage, die im Schul- und Kita-Alltag gern zwischen Stundenplan, Elternkommunikation und Vereinsbetrieb verloren geht: Wie kann Bewegung das Lernen und Aufwachsen unterstützen? Prof. Dr. Dennis Dreiskämper von der TU Dortmund erläuterte in seinem Vortrag, welche Bedeutung Bewegung für gesundes Aufwachsen sowie für die körperliche und psychosoziale Entwicklung hat – und warum sie auch erfolgreiches Lernen beeinflussen kann.

Bewegung muss kein Zusatzprogramm sein

Sport und Bewegung können Konzentration, Selbstkontrolle, Selbstwertgefühl und Motivation fördern. Auch das soziale Miteinander profitiert. Dafür braucht es laut den vorgestellten Ansätzen nicht zwingend zusätzliche Sportstunden oder aufwendige Angebote. Eine kurze Bewegungspause, ein kooperatives Spiel oder eine Übung mitten im Klassenraum können reichen, um eine zähe Lernphase aufzulockern und die Aufmerksamkeit wieder einzufangen.

In acht Workshops probierten die Teilnehmenden praktische Ideen aus. Es ging um Bewegungsspiele für den Unterricht, Konzepte für bewegungsfreundliche Kindertageseinrichtungen und die Gestaltung eines bewegten Ganztags. Dazu kamen Übungen zur Selbstwahrnehmung und Selbststeuerung sowie die Frage, wie soziale Medien das Körperbild und das Bewegungsverhalten Jugendlicher beeinflussen. Viel Praxis also, wenig PowerPoint-Dauerfeuer.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und Sportvereinen. In einem Workshop und einem Netzwerkforum wurden bestehende Angebote vorgestellt, mögliche gemeinsame Projekte besprochen und Kontakte zwischen Schulen, Kindertageseinrichtungen, Sportvereinen und weiteren Akteuren geknüpft.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mehr als eine Sache für den Sportunterricht

Die Konferenz machte deutlich: Bewegungsförderung ist nicht ausschließlich Aufgabe des Sportunterrichts. Kindertageseinrichtungen, Schulen, der Offene Ganztag, die Kinder- und Jugendarbeit sowie Sportvereine können gemeinsam zu mehr Bewegung, gesundem Aufwachsen und besseren Lernbedingungen beitragen.

Passend dazu beschreibt der Schulsport NRW Bewegung, Spiel und Sport – kurz BeSS – im Sportunterricht, im außerunterrichtlichen Schulsport und im Ganztag als Angebote mit mehreren Wirkungen. Sie fördern motorische, physische und kognitive Fähigkeiten ebenso wie soziale Grundwerte, darunter Respekt, Toleranz und Teamgeist. Gruppenprozesse können die emotionale Entwicklung stärken und das Selbstvertrauen nachhaltig fördern.

Regelmäßige BeSS-Angebote im Ganztag gelten dort als wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen. Davon können auch Eltern und Sportvereine profitieren. Vereine haben die Möglichkeit, teilnehmende Kinder für eine Mitgliedschaft zu gewinnen und sie möglicherweise langfristig an den Verein zu binden – aus einer AG am Nachmittag kann so irgendwann ein fester Trainingsabend werden.

Die zusätzlich herangezogene KMK-Datei zur „Bewegungsfördernden Schule“ enthält ausschließlich fragmentierte PDF-Rohdaten und keinen lesbaren Nachrichtenartikel. Weitere auswertbare Fakten ließen sich daraus nicht entnehmen.