Am 8. Mai 2026 ehrte die Technische Universität Dresden (TUD) im Festsaal des Rektorats Persönlichkeiten, die durch außergewöhnliches Engagement und spezielle Verdienste um die Universität herausragten. Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger hob in ihrer Ansprache die Bedeutung von Vorbildern und persönlichem Engagement für die Entwicklung der akademischen Gemeinschaft hervor. Diese Ehrungen sind Teil einer langjährigen Tradition an der TUD, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diejenigen zu würdigen, die in verschiedenen Bereichen maßgeblich zum Fortschritt und zur Innovationskraft der Universität beigetragen haben.
Die Ehrenmedaille der TUD wurde in diesem Jahr an Prof. Wolfgang E. Nagel verliehen. Nagel wird für seine prägenden Beiträge zur digitalen Transformation sowie zur strategischen Entwicklung der Universität ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben sind seine Verdienste beim Aufbau des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) sowie des Kompetenzzentrums ScaDS.AI Dresden/Leipzig. Auch die Etablierung des Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) geht auf seine Initiative zurück und trägt zur interdisziplinären Vernetzung im Bereich digitaler Wissenschaften bei. TUD berichtet, dass diese Auszeichnung als Anerkennung für Nagels außergewöhnliche Leistungen zu verstehen ist.
Engagement für die Umwelt
Die Ehrennadel der TUD wurde an mehrere weitere Persönlichkeiten vergeben, die sich ebenfalls durch bemerkenswertes Engagement ausgezeichnet haben. Besonders hervorzuheben ist die Arbeitsgruppe „Services Behinderung und Studium“, die unter der Leitung von Prof. Gerhard Weber sowie Laura Herzog, Jens Voegler und Anja Winkler technische und beratende Unterstützung für Studierende mit Behinderungen bereitstellt. Außerdem wurde Katharina Hunger für ihr innovatives Studierendenmarketing in MINT-Fächern und die Förderung des Wissenstransfers geehrt. Das Netzwerk N berichtet, dass Franziska Kossatz für ihr Engagement in der TU Umweltinitiative (tuuwi) und in politischen Gremien ausgezeichnet wurde. Ihre Arbeit ist Teil einer langjährigen Tradition der Umweltbildung an der TU, die durch die Organisation der Umweltringvorlesungen seit fast 20 Jahren maßgeblich geprägt wird.
Die Umweltringvorlesungen sind darauf ausgelegt, Studierenden für Umweltproblematiken zu sensibilisieren und wissenschaftliche Fakten zu vermitteln. Jährlich erreichen diese Vorlesungen rund 35.000 Studierende der TUD, wobei das Angebot interdisziplinär angelegt ist und Teilnehmer:innen die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung und Organisation erhalten. Aufgrund der positiven Resonanz und der wertvollen Inhalte haben die Vorlesungen einen festen Platz im „Studium Generale“ der Universität gefunden. Netzwerk N zeigt auf, dass die erfolgreichen Umweltringvorlesungen wichtige Impulse für das studentische Engagement im Bereich Nachhaltigkeit bieten und über die Jahre hinweg zahlreiche Studierende motiviert haben, aktiv an Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu arbeiten.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Ein weiterer wichtiger Aspekt der aktuellen Bildungsstrategie an der TU Dresden ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Diese ist zentral für die Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, wie es von der UNESCO festgelegt wurde. Innovative Ansätze in der Lehrkräftebildung sind auch hier erforderlich, um den gestiegenen Anforderungen und dem Interesse an nachhaltigen Themen gerecht zu werden. Eine aktuelle Handreichung beschreibt, wie BNE in der universitären Lehrkräftebildung umgesetzt wird und bietet einen praktischen Blick auf die Herausforderungen und Chancen aus verschiedenen Fachperspektiven. TU Dresden informiert, dass die Handreichung von Jannis Alden Foster und Ante Beslic herausgegeben wurde und als hilfreiches Material für Lehrende und Studierende dienen soll, um BNE an Hochschulen zu verankern.
Insgesamt zeigt die Auszeichnung strahlende Beispiele für Engagement, das über die Grenzen der Universität hinaus wirkt. Sowohl durch die individuellen Ehrungen als auch durch strukturierte Programme zur Förderung der Nachhaltigkeit unterstreicht die TU Dresden ihre Rolle als Vorreiterin in einem sich wandelnden akademischen und gesellschaftlichen Umfeld.