Freising plant mit TUM und Landkreis sichere Wege für Schulkinder an der Wippenhauser Straße
Freising könnte für die Wippenhauser Straße bald mehrere Millionen Euro erhalten. Die Stadt wurde von einer Jury für das bundesweite Fahrrad-Förderprogramm „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ des Bundesverkehrsministeriums ausgewählt. Das Programm soll Kindern und Jugendlichen eine sichere und selbstständige Mobilität ermöglichen – also Wege, die nicht jedes Mal im Auto der Eltern enden.
Geplant sind Verbesserungen an der Wippenhauser Straße, vor allem mit Blick auf Schulkinder. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Bau des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums, den der Landkreis an der Straße errichtet. Stadt Freising, Landkreis Freising und die Technische Universität München (TUM) arbeiten gemeinsam an dem Vorhaben. Der Landkreis übernimmt die Projektführung.
Bis zu sechs Millionen Euro im Fördertopf
In der ersten Förderlinie sollen bis zu 30 Modellprojekte ausgewählt werden. Ihre Lösungen sollen später auf andere Orte übertragbar sein. Freising gehört zu diesen 30 möglichen Modellprojekten; die Beteiligten wurden bereits zur Antragstellung aufgefordert. Eine offizielle Förderzusage gibt es allerdings noch nicht.
Bei einer Bewilligung könnten bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen werden. Insgesamt sind bis zu sechs Millionen Euro Förderung möglich. Für die Stadt Freising sind rund 1,4 Millionen Euro vorgesehen. Sachbearbeiter Dominik Fuchs rechnet bis Ende 2026 mit einer Förderzusage.
Förderfähig wären unter anderem Maßnahmen, die Unfallgefahren und Verkehrskonflikte verringern, sichere Querungshilfen und Verkehrsberuhigung. Auch eine barrierefreie Umgestaltung, die Verknüpfung mit dem öffentlichen Nahverkehr und Fahrradabstellanlagen gehören dazu. Außerdem können Bildungskampagnen, zielgruppenspezifische Fahrradangebote, Konzeptentwicklung und Grundlagenforschung unterstützt werden.
Neue Flächen am Schulcampus
Der Landkreis plant eine Erweiterung der Abstellanlage am Schulcampus. Entlang der Schule soll der Boulevard neu gestaltet werden. Dazu kommen Aufenthalts- und Sportflächen sowie schulübergreifende Mobilitätstage. Gerade bei vielen jungen Menschen auf engem Raum dürfte es auf Kleinigkeiten ankommen: Wo Fahrräder stehen, wie eine Straße gequert wird und ob zwischen Unterricht, Bus und Heimweg genug Platz bleibt.
Die TUM übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und die Wirkungsevaluation. Sie soll außerdem untersuchen, wie sich die Ergebnisse auf andere Schulen übertragen lassen. Für die Stadt Freising liegt die Verantwortung als Straßenbaulastträger bei der Umgestaltung der Wippenhauser Straße, bei den Planungsleistungen und bei Neubauten.
Der Bericht entsteht am 28.09.2026 am Standort TUM München. Ob aus dem ausgewählten Modellprojekt tatsächlich ein geförderter Umbau wird, hängt nun vom weiteren Antragsverfahren und der noch ausstehenden Förderzusage ab. Bis dahin bleibt die Wippenhauser Straße ein Stück Freisinger Verkehrsalltag – mit Schulbussen, Fahrrädern und dem ziemlich praktischen Wunsch, dass Kinder ihren Weg irgendwann einfach selbst fahren können.
