Im Rahmen einer Kooperation der Universität der Künste Berlin (UdK) mit den KW Institute for Contemporary Art haben Studierende Praktiken ökologischer Transformation untersucht. Im Zentrum standen Methoden, Narrative und künstlerische Ansätze – also nicht nur die großen Zukunftsfragen, sondern auch die konkrete Arbeit mit Pflanzen, Wäldern und künstlerischen Formen.

Ausgangspunkt war ein Workshop mit dem Künstler Asad Raza zu seiner öffentlichen Auftragsarbeit „2075“. Dafür wurde der rückwärtige Hof der KW in einen Duftgarten verwandelt. Dort wachsen Pflanzen, die voraussichtlich klimawandelbedingten Veränderungen standhalten können. Anschließend besuchten die Studierenden die Försterin Hannah Riedel im Forstrevier Saubucht im Grunewald und begleiteten sie sowie ihre Kolleginnen und Kollegen bei der täglichen Arbeit.

Ein Zine aus zwei Begegnungen

Aus beiden Begegnungen ist das Zine „Pale Blue“ entstanden. Es versammelt Arbeiten der Studierenden und wird durch Interviews mit Asad Raza und Hannah Riedel ergänzt. Der Titel klingt beinahe sanft, während die Recherche dahinter nach Erde, Harz und feuchten Wegen riecht – nach dem Duftgarten im Hof ebenso wie nach dem Forstrevier.

Beteiligt sind Zocha Bryksy, Ying Chen 陳瑩, Nico Dasenbrock, Ana Maria Draghici, Hande Şevval Emirmahmutoğlu, Loki Forster, Laura Hagemann, Camillo Häusle, Sonya Kurilo, Nine Schröder, Linda Schwanz und Robin Warmbrunn.

Das Projekt ist Teil eines Werkstattseminars, organisiert von der Holzwerkstatt der UdK und dem Bereich Prüfungs- und Ausstellungsorganisation der Fakultät Bildende Kunst. Projektleitung an den KW haben Alexia Manzano und Lusine Khurshudyan. Die Projektleitung an der UdK übernehmen Esra Nagel und Akiko Bernhöft; Esra Nagel ist außerdem für Seminarleitung und Konzeption verantwortlich. Unterstützt wird das Projekt von Miriam Döring als Projektassistenz.

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Präsentation in Berlin-Mitte

Vorgestellt wird „Pale Blue“ im KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin. Der Ort ist dabei mehr als eine Adresse: Im Hinterhof der KW nahm „2075“ seinen Ausgang, bevor die Gruppe in den Grunewald weiterzog. Stadt und Forst, Ausstellungshaus und tägliche Revierarbeit liegen in diesem Projekt nur eine S-Bahn-Fahrt voneinander entfernt.

Die Präsentation verbindet damit unterschiedliche Formen des Beobachtens: den Workshop mit Asad Raza, die Auseinandersetzung mit einem Duftgarten und die Begleitung von Hannah Riedel und ihren Kolleginnen und Kollegen im Forstrevier Saubucht. Im Zine treffen diese Perspektiven wieder aufeinander – gedruckt, befragt und von zwölf Studierenden weiterbearbeitet.