In der Welt der Geschichten und Erzählungen kommt es immer wieder zu neuen Trends und Methoden. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die bevorstehende Masterclass an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, die vom 21. bis 26. September 2026 stattfinden wird. Studierende der Filmhochschule Babelsberg, der FAMU Prag und der FH Potsdam haben die Möglichkeit, sich bis zum 30. Juni 2026 zu bewerben. Die Teilnahme an dieser Masterclass, die durch das kollaborative World Building geprägt ist, verspricht spannende Einblicke in die vielschichtigen Aspekte des Geschichtenerzählens.Filmuniversität Babelsberg berichtet, dass …

Was genau erwartet die Teilnehmenden in dieser Masterclass? In interdisziplinären Gruppenarbeiten soll die Ambivalenz und Komplexität von Storywelten untersucht werden. Dabei wird der Fokus auf dramaturgische Klarheit und thematische Kohärenz gelegt. Die Teilnehmenden werden in kleine Teams aufgeteilt, die verschiedene narrative Versionen anhand eines zentralen Schlüsselereignisses entwickeln. Mit einem ganzheitlichen Ansatz wird die Entwicklung von erzählerischen Perspektiven in fiktiven Welten angestrebt, die ideologische und politische Weltanschauungen reflektieren.Dramaturgieverband hebt hervor, dass …

Die Struktur der Masterclass

Ein besonderes Merkmal dieser Masterclass ist die Fokussierung auf sechs dramaturgische Storywelt-Muster: konservativ, alarmiert-konservativ, restaurativ, irreparabel, posttraumatisch-progressiv und progressiv. Durch den Vergleich und die Zusammenführung dieser parallelen Versionen entsteht eine komplexe Storywelt. Diese Medienoffenheit erlaubt es, textuelle, visuelle und audiovisuelle Formate in die Erzählung einzubinden, was den Kreativprozess erheblich bereichert.

Ein weiterer Aspekt der Masterclass ist die Erforschung, wie fiktionale Welten ideologische Narrative gestalten. Dabei ist das Worldbuilding nicht nur eine technische Fähigkeit, sondern auch eine experimentelle epistemische Praxis, die hilft, gegensätzliche Weltmodelle kritisch zu betrachten. Diese Herangehensweise ist besonders wichtig in einer Zeit, in der digitale Technologien und Künstliche Intelligenz die Art und Weise, wie Geschichten erzählt werden, nachhaltig verändern.

Ein Blick in die Zukunft

Die materielle Basis für diese Erzählungen wird durch die Einbeziehung von Teilwelten gelegt, die häufig ungenutzt und in den Hintergrund gedrängt sind. Zum Beispiel können in Krankenhäusern Bereiche wie Nottreppenhäuser oder die Kapelle und im Kontext von Dopinggeschichte der Produktionsbereich für illegale Herstellung eine Rolle spielen.

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Narrative sind grundsätzlich zentral für die menschliche Welterschließung und prägen unser Verständnis von Realität, indem sie Kulturen verbinden und über Zeit und Raum hinweg bestehen. Im Kontext der postdigitalen Entwicklung stellen sich grundlegende Fragen: Wer bestimmt, welche Geschichten erzählt werden? Wie werden individuelle und kollektive Identitäten geschaffen? Diese und weitere Themen werden in verschiedenen transdisziplinären Beiträgen behandelt, die unter anderem von namhaften Autor:innen verfasst wurden.ZKMB bietet dazu interessante Perspektiven an …

Spannend ist, dass die Masterclass nicht nur für Studierende aus narrativen und visuellen Studiengängen geöffnet ist. Auch Teilnehmende aus akustischen Disziplinen und weiteren künstlerischen Bereichen sind willkommen, was eine interdisziplinäre Atmosphäre fördert und den kreativen Austausch anregt.

Wer also auf der Suche nach einer neuen Herausforderung im Geschichtenerzählen ist und ein gutes Händchen für kollaboratives Arbeiten hat, sollte die Gelegenheit nutzen und sich bis zum 30. Juni 2026 bewerben. Die Welt des World Buildings freut sich auf neue Impulse und kreative Ideen!