„Mein Schiff 3“ kollidiert bei Bremerhaven mit Containerschiffen
Beim Auslaufen aus dem Hafen von Bremerhaven ist das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ am 25. Oktober 2026 bei stürmischem Wetter mit Containerschiffen zusammengestoßen. Wahrscheinlich entstand dabei hoher Sachschaden. Der Unfall ereignete sich am heutigen Sonntag; der Artikel wurde am 25.10.2026 zuletzt aktualisiert.
Zunächst war nur von einem Containerschiff die Rede. Nach Angaben der Polizei waren jedoch insgesamt drei Schiffe beteiligt. Tui Cruises bestätigte den Unfall, sprach seinerseits allerdings von einer Kollision mit nur einem Containerschiff. Die „Mein Schiff 3“ kehrte an den Pier zurück, damit der Schaden begutachtet werden konnte.
Viele Menschen an Bord, niemand verletzt
Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes befanden sich 2428 Gäste und 922 Crewmitglieder auf dem Kreuzfahrtschiff. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Alle Passagiere und Crewmitglieder konnten vorerst an Bord bleiben – eine Nachricht, die bei dem Wetter und dem offenbar heftigen Aufprall wohl erst einmal für Erleichterung gesorgt haben dürfte.
Fachleute untersuchten die Schäden und die Situation vor Ort. Das genaue Schadensausmaß sowie die Unfallursache waren zunächst unklar. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Video zeigt den Moment des Zusammenstoßes
Ein von der dpa verifiziertes Augenzeugenvideo dokumentiert, wie die von Schleppern begleitete „Mein Schiff 3“ bei starkem Wellengang aus dem Hafen läuft. Das Kreuzfahrtschiff kam dabei einem an der Hafenmauer liegenden Containerschiff immer näher – und rammte es schließlich.
Auf den Aufnahmen sind Trümmer zu sehen. Beschädigt wurden demnach die „Mein Schiff 3“ und Rettungsboote. Laut „Nordsee-Zeitung“ wurde die Bordwand eines Containerschiffs auf einer Länge von etwa zehn Metern aufgerissen. Bei Wind, Wellen und schwer manövrierbaren Schiffen kann es im Hafen schnell eng werden.
Was nun untersucht werden kann
Für die weitere Aufklärung kommt grundsätzlich auch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung, kurz BSU, als zuständige Institution in Betracht. Sie ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) und erfasst sowie untersucht weltweit alle Arten von Seeunfällen.
Das gilt für Unfälle an Bord von Schiffen unter deutscher Flagge ebenso wie für Unfälle unter Beteiligung solcher Schiffe. In deutschen Hoheitsgewässern und in bestimmten Fällen in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) untersucht die BSU Seeunfälle unabhängig davon, unter welcher Flagge ein Schiff fährt.
Bei diesen Untersuchungen geht es ausschließlich darum, die Umstände und Ursachen eines Unfalls zu ermitteln, begünstigende Faktoren festzustellen, Leben zu schützen und künftige Unfälle zu verhindern. Die BSU soll dagegen weder Verschulden noch Haftung oder Ansprüche feststellen.
