Wohnheimplätze im Nordwesten knapp: Studierende in Bremen warten durchschnittlich 14 Monate
Wer zum Wintersemester 2026 in Bremen ein Zimmer im Studentenwohnheim sucht, braucht derzeit vor allem Geduld. In der Stadt Bremen gibt es kaum beziehungsweise keine freien Plätze. Auch in Niedersachsen sind die Wohnheime zum Vorlesungsbeginn nahezu vollständig belegt. Das spüren viele Studierende direkt: Die Suche läuft, das Semester läuft ebenfalls – nur die eigene Adresse fehlt noch.
In Bremen und Bremerhaven warten Bewerberinnen und Bewerber im Durchschnitt etwa 14 Monate auf einen der mehr als 2.000 Wohnheimplätze. Auf den Wartelisten stehen allerdings auch Menschen, die inzwischen anderweitig eine Unterkunft gefunden oder sich für eine andere Hochschule entschieden haben. Dadurch verändert sich die tatsächliche Lage ständig, gerade zum Semesterbeginn.
Kaum freie Zimmer in mehreren Städten
Die angespannte Situation betrifft längst nicht nur das Land Bremen. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Studierendenwerken zeigt: Auch in Göttingen und Osnabrück gibt es keine freien Wohnheimplätze. In Hannover übersteigt die Nachfrage nach günstigem studentischem Wohnraum das Angebot deutlich. Wohnheimplätze sind für Studierende häufig günstiger als privat vermietete Wohnungen – entsprechend groß ist der Andrang.
Oldenburg meldet laut Studierendenwerk nur einzelne Restplätze, beziehungsweise wenige freie Plätze. In Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld und Wolfsburg gibt es noch einzelne verfügbare Zimmer. Doch selbst dort bleibt der Wohnungsmarkt angespannt. Das gilt etwa für Oldenburg, Emden und Wilhelmshaven: Ein freier Platz bedeutet nicht automatisch, dass alle Erstsemester eine Unterkunft nach ihren Vorstellungen finden.
Manchmal passt das Angebot schlicht nicht. Nach Angaben des Studentenwerks Ostniedersachsen scheitern Bewerbungen teilweise an Preis, Wohnform oder Lage. Studierende im Nordwesten nehmen deshalb laut dem Studierendenwerk Oldenburg mitunter längere Pendelstrecken in Kauf, wenn sie keine passende Wohnung finden. Das ist dann kein kleiner Umweg, sondern kann jeden Morgen und jeden Abend ordentlich Zeit kosten.
Warten, nachrücken, weitertelefonieren
Die Vorlesungszeit begann Mitte Oktober unter anderem in Osnabrück und Bremen. Braunschweig folgte in der Woche des 20. Oktober, Göttingen startet Ende Oktober. In dieser Phase bewegen sich die Wartelisten besonders häufig: Zusagen werden angenommen, andere Plätze wieder frei, Bewerbungen zurückgezogen. Die Studierendenwerke weisen darauf hin, dass sich die Chancen im Laufe des Semesters verbessern können, weil in den kommenden Monaten erfahrungsgemäß wieder Wohnheimplätze frei werden.
Für Studierende mit dringendem Wohnungsbedarf findet das Studentenwerk Osnabrück meist eine Unterkunft, gegebenenfalls zunächst als Übergangslösung. In Hannover werden Erstsemester in Bachelorstudiengängen zum Wintersemester bevorzugt berücksichtigt. Eine feste Unterkunft ist gerade für Studienanfänger und internationale Studierende wichtig, damit sie im Hochschulleben ankommen können – nicht erst nach Monaten zwischen Koffern, Zwischenmietverträgen und ständig neuen Besichtigungsterminen.
In Göttingen waren Mitte September noch mehr als 2.000 Bewerbungen offen, teilweise von Erstsemestern des vorherigen Jahres. Für kommende Jahre lagen dort bereits erste Bewerbungen vor. Das Studierendenwerk Göttingen empfiehlt deshalb eine frühe Bewerbung: Sie kann eine bessere Position auf der Warteliste ermöglichen.
Was jetzt noch bleibt
Als Alternativen nennen die Studierendenwerke Hochschulinitiativen, private Zwischenlösungen, WG-Angebote und Plattformen wie das „Schwarze Brett“. Das Studentenwerk Hannover empfiehlt außerdem, das Umland in die Suche einzubeziehen. Nicht ideal, klar. Aber ein Zimmer außerhalb der Stadt kann besser sein als gar kein Zimmer.
Auch die Wartelisten selbst erzählen nicht immer die ganze Geschichte. Manche dort geführten Personen haben längst eine andere Unterkunft gefunden oder sich für eine andere Hochschule entschieden. Wer weiter wartet, sollte deshalb regelmäßig nachfragen und gleichzeitig mehrere Wege offenhalten – Wohnheim, WG, Zwischenmiete, Umland. Ein bisschen lästig ist das schon.
Für die Universität Bremen bleibt die Lage am 21. Oktober 2026 damit angespannt: kaum freie Plätze in der Stadt, rund 14 Monate durchschnittliche Wartezeit in Bremen und Bremerhaven und viele Suchende, die dringend eine bezahlbare Bleibe brauchen. Der bereitgestellte Bericht des Deutschen Studierendenwerks liefert darüber hinaus keinen lesbaren Nachrichteninhalt; die PDF-Daten sind komprimiert beziehungsweise binär und enthalten keinen auswertbaren Text. Weitere konkrete Angaben lassen sich daraus nicht ableiten.
