Vom 9. bis 11. Oktober 2026 ging es im Schloss Meßkirch um eine Frage, die ziemlich nah am Alltag liegt und zugleich weit darüber hinausweist: Wie verändern Wissenschaft und Technik das menschliche Leben? Beim Philosophischen Seminar „Martin Heidegger – Wissenschaft, Technik und Besinnung“ diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählte Texte des Philosophen Martin Heidegger.

Geleitet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski von der Universität Erfurt. Das Seminar fand im Seminarraum des Schlosses Meßkirch statt und lag zum heutigen 21. Oktober 2026 bereits in der Vergangenheit. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich – erfahrene ebenso wie weniger erfahrene Teilnehmer diskutierten gemeinsam.

Heidegger zwischen Technik und Bildung

Im Zentrum standen Heideggers Auseinandersetzung mit neuzeitlicher Wissenschaft und Technik, ihre Bedeutung für das gegenwärtige Bildungsverständnis sowie die Grenzen, die Wissenschaft und Technik selbst haben. Gefragt wurde außerdem, welche heutige Bedeutung Heideggers „besinnliches Denken“ besitzt und welches Bildungsverständnis des Menschen diesem Denken zugrunde liegt.

Teilgenommen haben Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen und mehreren Ländern. Dank der Unterstützung der Meßkircher Heidegger-Stiftung konnten auch Doktoranden des Erfurter Lehrstuhls dabei sein, unter anderem aus Südkorea, Brasilien und Japan. Ein ziemlicher weiter Weg für ein Seminarwochenende – und zugleich ein Hinweis darauf, dass Heideggers Fragen nicht an der Stadtgrenze von Meßkirch enden.

Die Veranstaltung knüpfte an eine langjährige Reihe von Veranstaltungen in Meßkirch an, die sich mit dem Denken Martin Heideggers beschäftigt. Veranstaltet wurde das Seminar von der Stadt Meßkirch, der Martin-Heidegger-Gesellschaft, der Meßkircher Heidegger-Stiftung und der Universität Erfurt, Lehrstuhl Philosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät. Als Veranstalter wurde außerdem das Heidegger-Archiv der Stadt Meßkirch genannt.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein Café zum Auftakt

Schon am Abend des 8. Oktober begann das Programm mit einem von Holger Zaborowski moderierten „Philosophischen Café“. Dort ging es um die Bildung. Kein schlechter Einstieg für ein Seminar, das später danach fragte, wie Wissenschaft und Technik unser Verständnis vom Menschen und von Bildung prägen.

Der Besuch des Seminars kostete 60 Euro, für Studierende 30 Euro. Anmeldungen liefen über die Tourist-Information Meßkirch: telefonisch unter 07575 / 206-1427 oder per E-Mail an tourismus(at)messkirch.de.

Fortsetzung im Mai 2027

Für Mai 2027 sind ein weiteres Philosophisches Café und die Fortsetzung der Seminarreihe angekündigt. Die nächste Runde bleibt damit nicht bloß bei Heideggers Begriffen stehen, sondern dürfte erneut den Bogen zu Fragen schlagen, die heute in Hörsälen, Laboren und im ganz normalen Alltag auftauchen: Was soll Bildung leisten? Wo endet technische Machbarkeit? Und wann wird aus Denken tatsächlich Besinnung?