Goethe-Universität lädt mit 200 Veranstaltungen zur Bürger-Universität 2026
Rund 200 öffentliche Veranstaltungen bietet die Goethe-Universität Frankfurt im Wintersemester 2026 im Rahmen ihrer Bürger-Universität an. Das Programm richtet sich an alle Interessierten – nicht nur an Studierende und auch an Menschen, die nicht an der Universität studieren. Vorträge, Diskussionen, Führungen und Workshops stehen auf dem Plan.
Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Wer sich durch das Angebot klickt, landet schnell bei Fragen, die weit über den Campus hinausreichen: Wie verändern künstliche Intelligenz und Klimawandel unseren Alltag? Was beeinflusst Essverhalten und Adipositas? Und wie steht es um internationale Friedens- und Sicherheitspolitik?
Von Polarregionen bis Pflanzenbeziehungen
Im Programm finden sich Vorträge zu den Polarregionen Arktis und Antarktis ebenso wie Veranstaltungen zu Rechtsphilosophie und Antisemitismusforschung. Führungen durch den archäologischen Skulpturensaal öffnen einen eher stillen, steinernen Zugang zur Wissenschaft. Das Frobenius-Institut widmet sich den Beziehungen zwischen Mensch und Pflanzen.
Die dritte Monika-Schoeller-Dozentur für literarisches Übersetzen lädt zu Workshops mit der Übersetzerin Dagmara Kraus ein. Wer lieber hinter Labortüren schaut, kann an einer Laborbegehung des Herz-Lungen-Exzellenzclusters teilnehmen. Auch die Folgen des Klimawandels für die Wasserverfügbarkeit gehören zu den thematischen Schwerpunkten.
Politischer Wandel und Wissenschaft auf der Bühne
Mit dem Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien beschäftigen sich die Römerberggespräche am 24. Oktober. Auch das Institut für Sozialforschung und das Fritz Bauer Institut veranstalten dazu Vortragsreihen. Es geht um einen politischen Wandel, der nicht nur in Parlamenten stattfindet, sondern längst in den Alltag hineinragt.
Manche Termine verlassen den klassischen Hörsaal gleich ganz. „Hirngespinste“ verbindet Vorträge aus der Hirnforschung mit Kammermusik. Für die Ausstellung „DEEP FIELD. Die Vermessung des Unvorstellbaren“ im Museum Giersch der Universität haben zwei Physikerinnen mitgewirkt. Beim Symposium „Zukunftsbilder“ diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Kunstschaffenden und der Oper Frankfurt über „Demokratie nach den Zeiten ihrer Regression“.
Das gedruckte Programmheft liegt in öffentlichen Einrichtungen in Frankfurt aus. Alle Termine stehen außerdem im Online-Kalender unter www.buerger.uni-frankfurt.de. Ein gedrucktes Programm lässt sich per E-Mail an buergeruni@uni-frankfurt.de bestellen.
Eine Universität für die Stadt
Die erste Bürger-Universität fand 2008 statt – im Jahr der erneuten Umwandlung der Goethe-Universität in eine Stiftungsuniversität. Ihre Idee knüpft an die Gründungsgeschichte der Hochschule an: Frankfurter Bürger gründeten die Universität 1914.
So reicht das aktuelle Angebot von Friedens- und Sicherheitspolitik über künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen auf Denken, Handeln und Leben bis zu Gehirn, Umwelt und Essverhalten bei Adipositas. Man kann zuhören, nachfragen, durch Räume gehen oder in einem Workshop selbst an Texten arbeiten. Und manchmal kommt zur Wissenschaft noch Musik dazu. Frankfurt hat damit im Wintersemester einiges auf Lager – Eintrittskarte braucht’s meistens keine.
