Heute, am 1.10.2026, beginnt an den Freiburger Hochschulen für mehrere tausend junge Menschen ein neuer Abschnitt. Zum Wintersemester starten sie ihr Studium an einer der fünf Hochschulen der Stadt. Auf den Fluren, in den Mensen und vor den Hörsälen dürfte es entsprechend voll werden – neue Gesichter überall, dazu die übliche Mischung aus Vorfreude, Unsicherheit und der Frage, wo eigentlich der richtige Raum ist.

Eine Gemeinsamkeit gibt es bereits hochschulübergreifend: An allen fünf Freiburger Hochschulen sind Frauen in der Mehrheit. Besonders viele Bewerbungen gingen an der Musikhochschule ein. Mit 2188 Bewerbungen verzeichnete sie einen Bewerbungsrekord.

Viele Bewerbungen für Medizin und Informatik

An der Universität Freiburg beginnen im Wintersemester jedes Jahr gut 5000 Männer und Frauen ein Studium. Wie viele Erstsemester es in diesem Jahr genau sind, steht allerdings noch nicht fest. Die endgültige Zahl lässt also noch auf sich warten.

Besonders gefragt waren Studienplätze in Medizin, Zahnmedizin, Psychologie, Rechtswissenschaften, Biologie sowie Informatik/Computer Science. Eine Liste, die vom Hörsaal bis zum Labor reicht und zeigt, wie breit die Interessen der Studienanfängerinnen und Studienanfänger verteilt sind – wobei der Andrang in diesen Fächern entsprechend groß war.

Was später aus dem Studienstart wird

Der Start an der Hochschule ist nur der erste Schritt. Wie viele Studierende ihr Studium tatsächlich erfolgreich beenden, wird in der amtlichen Statistik inzwischen genauer untersucht. Der Statistische Bericht zur Studienverlaufsstatistik enthält unter anderem Abschlussquoten. Sie zeigen den Anteil der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester, die ein Bachelorstudium innerhalb von acht Semestern oder ein Masterstudium innerhalb von sechs Semestern nach Fachstudienbeginn erfolgreich abschließen.

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Eingeführt wurde die Studienverlaufsstatistik 2017. Für Staatsexamensstudiengänge stehen bislang noch nicht genügend Berichtszeiträume zur Verfügung, um Abschlussquoten zu berechnen. Geplant sind deshalb sowohl die Berechnung von Abschlussquoten für Staatsexamensstudiengänge als auch längere Beobachtungszeiträume für Bachelor- und Masterstudiengänge.

Vor der Studienverlaufsstatistik veröffentlichte das Statistische Bundesamt sogenannte Erfolgsquoten. Dafür wurden Aggregatdaten der Prüfungsstatistik zu Absolventinnen und Absolventen nach dem Merkmal „Jahr der Ersteinschreibung“ mit Aggregatdaten der Studierendenstatistik zu Studienanfängerinnen und Studienanfängern zusammengeführt. Auf dieser Grundlage ließ sich der Anteil der erfolgreichen Studierenden ermitteln.

Die Erfolgsquoten basierten allerdings auf Aggregatdaten und ermöglichten daher nur hochaggregierte Ergebnisse. Im Statistischen Bericht und in der Datenbank GENESIS-Online stehen weiterhin Erfolgsquoten zum Anteil der Studierenden zur Verfügung, die einen ersten Hochschulabschluss erworben haben. Durch die Verbindung des Merkmals „Jahr der Ersteinschreibung“ mit den Zahlen der Studienanfängerinnen und Studienanfänger sowie der Absolventinnen und Absolventen sind hochaggregierte Aussagen zum Anteil erfolgreicher Studierender möglich.

Genauere Daten zu Studienabbrüchen

Als Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher gelten ehemalige Studentinnen und Studenten, die ihr Erststudium ohne Hochschulabschluss beendet haben. Das aktuelle Datenangebot der Hochschulstatistik umfasst bislang vor allem Kennzahlen zum Studienerfolg.

Die neue Studienverlaufsstatistik soll künftig fachlich und regional differenziertere Angaben zum Studienerfolg ermöglichen. Außerdem sollen sich Studienabbruchquoten auf Grundlage amtlicher Mikrodaten berechnen lassen. Eine bereits verfügbare alternative Datenquelle zu Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern ist die Absolventenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, der DZHW GmbH.

Für die Erstsemester in Freiburg beginnt derweil der ganz praktische Teil: Stundenpläne finden, Anmeldungen sortieren, Namen merken. Und irgendwo wartet wahrscheinlich schon die erste überfüllte Mensaschlange.

Quelle: Badische Zeitung
Weiterführende Informationen: Statistisches Bundesamt