In der voll besetzten Peenetalhalle wurde es am Ende noch einmal richtig laut: Die SG Uni Greifswald/Loitz und der HSV Insel Usedom trennten sich im Vorpommern-Derby der Handball-Regionalliga 32:32 (14:14). Über 60 Minuten blieb die Partie ausgeglichen, mal mit leichten Vorteilen für die Gäste, mal mit dem besseren Zugriff der Gastgeber.

Für Uni-Trainer Jürgen Radloff fühlte sich der Punktgewinn trotzdem ein wenig nach einer verpassten Gelegenheit an. Gegen das Topteam der Liga hatte seine Mannschaft die Chance auf den Sieg – und ließ sie in der Schlussphase beinahe wieder aus der Hand rutschen.

Erstmals drei Tore vorn

In der 50. Minute führte Greifswald/Loitz erstmals mit drei Toren. Das 25:22 schien der Moment zu sein, in dem die Gastgeber das Derby kippen könnten. Doch die höhere Führung blieb aus. Nur zwei Minuten später hatte Usedom zum 25:25 ausgeglichen.

Radloff ärgerte sich in dieser Phase über mehrere Fehler seiner Mannschaft. Die Gäste hatten lange vorn gelegen, sich aber nie entscheidend absetzen können. Dass es trotzdem bis zum Schluss eng blieb, lag laut dem Trainer auch an der Abwehrleistung seiner Mannschaft.

Usedom musste bereits ab der 21. Minute verletzungsbedingt auf Marc-André Hagemeier verzichten. Der Ausfall änderte am engen Spielverlauf zunächst wenig. Vorne wechselten sich Druck, Fehlwürfe und schnelle Antworten ab – ein Derby eben, bei dem jede kleine Unordnung sofort wehtat.

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Göbner hält die Tür offen

Bei Greifswald/Loitz ragten Til Granholm und Torwart Marius Göbner heraus. Göbner parierte in der 59. Minute eine Großchance von David Herberg. Ein Treffer zum 33:31 für Usedom hätte vermutlich die Entscheidung bedeutet.

Stattdessen blieb die Tür offen. 45 Sekunden vor Schluss erzielte Tim Stubbe den Ausgleich zum 32:32. Danach fiel kein weiterer Treffer mehr. Radloff zeigte sich anschließend mit dem Punkt zufrieden – auch wenn er zuvor mehrmals Grund gehabt hatte, sich über die verpasste Siegchance zu ärgern.

Die nächsten Aufgaben

Die SG Uni Greifswald/Loitz spielt am Samstag auswärts bei der SG OSF Berlin. Der HSV Insel Usedom empfängt am selben Spieltag den HC Vorpommern-Greifswald.

Für die Uni-Mannschaft bleibt aus dem Derby vor allem die Mischung aus Ärger und Rückenwind: Gegen Usedom war der Sieg greifbar, zugleich hielt die Abwehr den Gegner über lange Strecken in Reichweite. Und ein Punkt gegen das Topteam ist am Ende eben doch mehr als nichts.

Die Torschützen der SG Uni Greifswald/Loitz: Tim Stubbe (7), Til Granholm (7), Jan Wittkopp (5), Diogo Teixeira (10), Schramm (2) und Stefanicki (1).