Zum Start des Wintersemesters 2026 begrüßt die Leibniz Universität Hannover vorläufig 6.032 neue Studierende. Damit liegt die Zahl der Neueinschreibungen rund drei Prozent über dem Vorjahr. Auf dem Campus dürfte es in diesen Tagen entsprechend voll sein: neue Gesichter, volle Mensen, erste Stundenpläne und vermutlich mehr als ein verirrter Blick auf den Lageplan.

Der größte Teil der Studienanfängerinnen und -anfänger startet in einem Bachelorstudiengang oder in Rechtswissenschaften. Auch die Zahl der neuen Masterstudierenden ist gestiegen. Der Einschreibeprozess läuft allerdings noch, unter anderem wegen des laufenden Losverfahrens. Die endgültigen Zahlen erwartet die Universität Mitte November.

Viele Erstsemester in Bachelor und Jura

4.114 Erstsemester beginnen ihr Studium in einem der 33 Bachelorstudiengänge oder im Fach Rechtswissenschaften. Ihre Zahl liegt knapp drei Prozent über dem Vorjahr – der höchste Wert der vergangenen vier Jahre.

  • Fächerübergreifender Bachelor: 652 Studienanfängerinnen und -anfänger
  • Wirtschaftswissenschaft: 450
  • Rechtswissenschaften: 416
  • Bau- und Umweltingenieurwesen: 224
  • Sonderpädagogik: 173

Auch die Masterstudiengänge ziehen mehr Menschen an. 1.918 Studierende haben sich für einen der 51 weiterführenden Masterstudiengänge eingeschrieben. Das sind rund vier Prozent mehr als im Vorjahr; der Zuwachs fällt damit höher aus als in den vergangenen Jahren.

  • Lehramt an Gymnasien: 269 Neueinschreibungen
  • Lehramt Sonderpädagogik: 159
  • Informatik: 152
  • Wirtschaftswissenschaft: 114
  • Mechatronik und Robotik: 106

Indien erstmals wichtigstes Herkunftsland

Derzeit sind rund 25.200 Menschen an der Leibniz-Uni eingeschrieben. Die Gesamtzahl bleibt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Aus dem Ausland kommen 3.569 Studierende, vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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Bei den Bildungsausländerinnen und -ausländern stellt Indien erstmals die größte Gruppe. 578 Studierende stammen von dort. Dahinter folgen China mit 387, der Iran mit 309 und Tunesien mit 286 Studierenden. Die internationale Zusammensetzung der Universität verschiebt sich damit sichtbar – nicht mit großem Knall, eher Schritt für Schritt zwischen Hörsaal, Bibliothek und Mensaschlange.

Wie viele Studierende am Ende tatsächlich neu eingeschrieben sind, steht erst Mitte November fest. Bis dahin können sich die Werte durch das noch laufende Verfahren, insbesondere das Losverfahren, verändern.

Was später über Studienerfolg sichtbar wird

Die aktuellen Einschreibungen sagen zunächst, wie viele Menschen ein Studium beginnen. Ob sie es erfolgreich abschließen, wird in der Studienverlaufsstatistik betrachtet. Der Statistische Bericht zur Studienverlaufsstatistik enthält unter anderem Abschlussquoten: Sie zeigen den Anteil der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester, die ein Bachelorstudium innerhalb von acht Semestern oder ein Masterstudium innerhalb von sechs Semestern nach Fachstudienbeginn erfolgreich beenden.

Eingeführt wurde die Studienverlaufsstatistik 2017. Für Staatsexamensstudiengänge gibt es derzeit noch nicht genügend Berichtszeiträume, um Abschlussquoten zu berechnen. Geplant sind deshalb sowohl entsprechende Berechnungen für Staatsexamensstudiengänge als auch längere Beobachtungszeiträume für Bachelor- und Masterstudiengänge.

Vor 2017 veröffentlichte das Statistische Bundesamt sogenannte Erfolgsquoten. Dafür wurden Aggregatdaten zusammengeführt: Daten der Prüfungsstatistik zu Absolventinnen und Absolventen, aufgeschlüsselt nach dem Jahr der Ersteinschreibung, sowie Daten der Studierendenstatistik zu Studienanfängerinnen und Studienanfängern. Daraus ließ sich der Anteil der erfolgreichen Studierenden bestimmen. Die Berechnung auf Basis solcher Aggregatdaten erlaubte allerdings nur hochaggregierte Ergebnisse.

Als Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher gelten ehemalige Studierende, die ihr Erststudium ohne Hochschulabschluss beendet haben. Das derzeitige Datenangebot der Hochschulstatistik umfasst weiterhin nur Kennzahlen zum Studienerfolg. Im Statistischen Bericht und in der Datenbank GENESIS-Online stehen Erfolgsquoten zur Verfügung. Sie geben den Anteil der Studierenden an, die einen ersten Hochschulabschluss erworben haben. Über das Merkmal „Jahr der Ersteinschreibung“ können durch den Vergleich der Summen von Studienanfängerinnen und Studienanfängern sowie Absolventinnen und Absolventen hochaggregierte Aussagen zum Studienerfolg getroffen werden.

Künftig soll die Studienverlaufsstatistik fachlich und regional differenziertere Angaben zum Studienerfolg ermöglichen. Außerdem sollen sich Studienabbruchquoten auf Grundlage amtlicher Mikrodaten berechnen lassen. Eine bereits verfügbare alternative Datenquelle zu Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern ist die Absolventenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW GmbH).

Quelle: Radio Hannover · Quelle: Leibniz Universität Hannover · Quelle: Statistisches Bundesamt