Köln in Zahlen: Was das Statistische Jahrbuch über Dom, Bezirke und Bevölkerung verrät
Wer Köln kennt, denkt vielleicht zuerst an Dom, Kölsch und Karneval. Aber wie hoch liegt eigentlich der Fußboden des Doms? Wie viele Menschen wohnen auf der „Schäl Sick“? Und welcher Stadtbezirk ist der größte? Ein Quiz mit 15 Fragen nimmt die Stadt statistisch auseinander – Grundlage ist das Statistische Jahrbuch 2019 der Stadt Köln. Für Studierende an der Uni Köln ist das eine ganz nette Gelegenheit, die eigene Stadt einmal nicht über Lieblingskneipe und Fahrradweg zu vermessen.
Rund 400.000 Menschen leben rechtsrheinisch. Mülheim ist dabei der größte rechtsrheinische Stadtbezirk und war zeitweise sogar der größte Stadtbezirk Kölns insgesamt. Der Stadtbezirk zählt etwa 149.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Noch größer ist nur Lindenthal mit 153.000 Menschen; die Innenstadt kommt auf 128.000.
Höhen, Hafen und Hochhaus
Am Worringer Hafen liegt das Gelände 37,5 Meter über Normalnull. Der Fußboden des Kölner Doms befindet sich mit 55,2 Metern deutlich höher. Der Nullpunkt des Kölner Pegels liegt bei 34,9 Metern über Normalnull – Zahlen, die beim nächsten Spaziergang am Rhein plötzlich ziemlich konkret wirken.
In die Höhe ragt der Colonius, das höchste Gebäude Kölns. Am Boden bleibt die Militärringstraße: Sie zieht sich über 21 Kilometer durch die Stadt. Das ist lang genug für eine ausgedehnte Runde, bei der irgendwann selbst das vertraute Kölner Verkehrsgeräusch müde macht.
Die Stadt ist außerdem deutlich gewachsen. 1850 lebten rund 95.500 Menschen in Köln, 1870 waren es rund 127.000. Die stärkste Bevölkerungszunahme erfolgte zwischen 1870 und 1900: Im Jahr 1900 zählte Köln rund 372.000 Einwohner.
Mehr Menschen, mehr Grün, mehr Haltestellen
Auch bei den Geburten zeigt sich Bewegung. 2018 lag ihre Zahl bei mehr als 11.500, im Jahr 2000 waren es 9.900. In Köln leben 533.000 Männer und 556.000 Frauen – also mehr Frauen als Männer. Rund drei Viertel der Kölner Bevölkerung wohnen zur Miete.
Beim Blick auf die Gebäude fällt auf: Rund 8 Prozent wurden vor 1919 errichtet. 47 Prozent entstanden zwischen 1949 und 1978. Gleichzeitig ist der Waldanteil am Stadtgebiet gestiegen, von 13,1 Prozent im Jahr 2000 auf mehr als 17 Prozent im Jahr 2018. Zwischen Beton, Haltestellenschild und Domspitzen gibt es also doch einiges an Grün.
Das Nahverkehrsnetz legte ebenfalls zu. Die Zahl der KVB-Haltestellen stieg von 223 im Jahr 2000 auf 236 im Jahr 2018. Dazu kommen 746 Bushaltestellen. Die Stadtverwaltung beschäftigt mehr als 18.000 Menschen.
Studieren, staunen, Tiere zählen
Von den rund 100.000 Studierenden in Köln entfallen etwa 51.000 auf die Universität zu Köln, 20.000 auf die Technische Hochschule und 5.000 auf die Deutsche Sporthochschule. Gerade rund um die Uni Köln begegnet einem diese Größenordnung eher nebenbei: volle Mensen, überfüllte Seminare, Räder vor jedem zweiten Eingang.
Im Kölner Zoo leben 11.700 Tiere aus 844 Arten. Im Jahr 2000 waren es 7.100 Tiere aus 728 Arten. Der Unterschied ist beim Lesen schon groß – vor Ort wird er spätestens dann greifbar, wenn man vor einem Gehege steht und merkt, dass man für den Rundgang deutlich länger braucht als gedacht.
Woher die Zahlen kommen
Das zugrunde liegende Statistische Jahrbuch der Stadt Köln gehört zum Datensatz „Statistisches Jahrbuch“ im Themenbereich Bevölkerung und Gesellschaft. Er wurde am 9. November 2025 aktualisiert. Die Jahrbücher enthalten Grundlagendaten zu aktuellen Fragestellungen für Stadt und Öffentlichkeit, sind in zehn Themenkapitel gegliedert und vollständig sowie nach Themen sortiert als PDF zum Download verfügbar.
Herausgeber, Autor, Bearbeiter und Verwalter sind das Amt für Stadtentwicklung und Statistik beziehungsweise die Stadt Köln. Die Zusammenstellung und Erstbeschreibung des Datensatzes erfolgte durch das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln. Der Datensatz ist auf Deutsch, bezieht sich auf die kommunale Ebene und hat den geografischen Geltungsbereich Köln. Seine Aktualisierungsfrequenz beträgt jährlich, das Schlagwort lautet „Bevölkerung“.
Veröffentlicht wurde der Datensatz am 29. Mai 2012 um 15:09 Uhr. Als Lizenz gilt die Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0. Der eindeutige Schlüssel lautet ef6908c7-ec94-4dce-9110-1d179ecb1db2. Für Fragen ist stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de angegeben. Die Metadaten stehen in RDF/XML, JSON-LD, Turtle (TTL), N3 und N-Triples bereit; die Informationen sind außerdem über eine API abrufbar.
Vom Stadtbezirk bis zum Quartier
Das Statistische Informationssystem der Stadt Köln bündelt fortgeschriebene Daten aus verschiedenen Quellen. Das jährlich erscheinende Statistische Jahrbuch stellt sie tabellarisch, grafisch und kartografisch für Stadtbezirke und Stadtteile dar und erläutert Definitionen sowie Berechnungsgrundlagen.
Wer genauer hinschauen möchte, findet in den Kölner Stadtteilinformationen kleinräumige Statistiken für 86 Stadtteile. Der Statistische Datenkatalog ergänzt sie mit ausgewählten Strukturdaten für 570 statistische Quartiere, 86 Stadtteile, neun Stadtbezirke und die Gesamtstadt. Die Angaben werden in kompakter Tabellenform bereitgestellt und jährlich aktualisiert.
Der Datenkatalog kann als Excel-Datei sowie als CSV-Datei mit Semikolon-Trennzeichen heruntergeladen werden. Die CSV-Dateien sind UTF-8-codiert. Eine Übersichtstabelle dokumentiert die Datenquellen und die Zuordnung der Schlüssel zu den Merkmalen. In der Excel-Datei gibt es außerdem das Tabellenblatt „Katalog“ mit einer Übersicht aller verfügbaren Indikatoren sowie ihrer räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeit.
Für die Datennutzung gilt hier die Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0. Über die Nummern der statistischen Quartiere, Stadtteile und Stadtbezirke ist eine räumliche Verknüpfung mit Geodaten möglich – praktisch, wenn aus einer Zahl eine Karte werden soll.
Ein paar Stolpersteine bleiben. Werte können aus Gründen der statistischen Geheimhaltung unterdrückt sein: Bei Daten der Bundesagentur für Arbeit betrifft das Werte von 1 bis unter 10, bei allen anderen Datensätzen Werte von 1 bis unter 5. Unterdrückte Werte sind mit gekennzeichnet.
Die Bevölkerungszahlen werden derzeit nach weiblichen und männlichen Einwohnerinnen differenziert. Zahlen zu Personen, die sich als nicht-binär oder divers definieren, werden auf kleinräumiger Ebene wegen zu geringer Fallzahlen und zum Schutz der statistischen Geheimhaltung nicht ausgewiesen. Einwohnerinnen mit Migrationshintergrund werden anhand verschiedener Merkmale aus dem Einwohnermeldeverfahren ermittelt; diese Angaben sind als Schätzwerte zu verstehen.
Auch Haushalte entstehen in der Statistik nicht einfach durch einen Blick auf die Klingelschilder. Die Einwohnerinnen einer Adresse werden anhand bestimmter Kriterien möglichst einem Haushalt zugeordnet. Werden keine Zusammenhänge erkannt, erfolgt die Zuordnung zu Einpersonenhaushalten. Wer danach noch Lust auf Zahlen hat, kann sich durch die Tabellen arbeiten – oder erst einmal zum Rhein gehen. Dort liegen die Pegelwerte wenigstens sichtbar vor.
