Die aktuelle Diskussion rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung, besonders im Hinblick auf die Herausforderungen, die Unternehmen gegenüberstehen. Leonie Rauchholz, eine engagierte Studentin der Leuphana Universität Lüneburg, verkörpert das Bestreben, aktiv zur gesellschaftlichen Transformation in Richtung Nachhaltigkeit beizutragen. Nach ihrem Abitur hat sie sich für das Studienprogramm „Global Environmental and Sustainability Sciences“ entschieden, das Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften miteinander verbindet und den Studierenden wichtige Schlüsselkompetenzen für nachhaltige Entwicklungen auf internationaler Ebene vermittelt. Leuphana berichtet, dass Rauchholz bereits verschiedene Auslandssemester und Praktika in Ländern wie Mexiko, Norwegen, Kolumbien und Indien absolviert hat, um ihren Horizont zu erweitern.

Ein besonders prägendes Erlebnis war ihre Reise durch Indien im Rahmen des ASA-Programms, wo sie die Lieferkette eines fair hergestellten Bio-Baumwoll-T-Shirts unter die Lupe nahm. „Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Druck auf den Näherinnen in der Fast-Fashion-Exportfabrik lastet“, reflektiert sie. Zudem hat Rauchholz sich im Studium intensiv mit Nachhaltigkeitsmanagement beschäftigt, was sich auch in ihrer Bachelorarbeit niederschlägt, die sich mit zirkulären Innovationen in der Textilindustrie auseinandersetzte.

Nachhaltige Lieferketten und gesetzliche Rahmenbedingungen

Die Brücke zwischen individueller Verantwortung und der Unternehmenswelt wird durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschlagen. Wirtschaft-Magazin erklärt, dass Unternehmen zunehmend gefordert sind, nachhaltige Lieferketten zu etablieren. Dies geschieht nicht nur aus ökologischen Überlegungen, sondern auch aufgrund neuer EU-Verordnungen, die Unternehmen in die Pflicht nehmen. Ziel ist es, die Umwelteinflüsse der Lieferketten zu minimieren und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu garantieren.

Zentrale Aspekte nachhaltiger Lieferketten sind Umweltverträglichkeit, soziale Verantwortung und Transparenz. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Prozesse effizient und fair ablaufen. Hierbei spielt das 2023 eingeführte Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Deutschland eine entscheidende Rolle. Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden müssen nun dafür sorgen, dass Menschenrechte eingehalten werden und umweltbezogene Sorgfaltspflichten erfüllt sind. Die EU geht im Jahr 2026 noch einen Schritt weiter mit der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), welche weitreichende Anforderungen an Unternehmen stellt.

Der Weg in die Zukunft

Leonie Rauchholz ist sich der Notwendigkeit von nachhaltigen Praktiken bewusst und plant, sich für einen Masterstudiengang im Bereich Umweltwissenschaften und Governance zu bewerben. Ihr Ziel ist es, an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu arbeiten, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen. Dabei spielt das Cradle-to-Cradle-Konzept eine zentrale Rolle in ihrer Ausbildung. „Ich möchte dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit für alle zugänglich wird und nicht nur ein Schlagwort bleibt“, sagt sie.

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Mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Wertschöpfungsketten im Amazonasgebiet, wo sie aktuell ein Forschungspraktikum absolviert, zeigt sie, dass der Einsatz für eine bessere Welt nicht nur auf Theorie beschränkt ist. Es geht darum, das Gelernte auch praktisch anzuwenden und echte Veränderungen zu bewirken.