Leuphana Universität stärkt Bildung für nachhaltige Entwicklung bis 2029!
Die Leuphana Universität hat einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Bildung gemacht. Der UNESCO-Lehrstuhl „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“ (HBNE), der seit 2005 besteht, wird bis 2029 verlängert. Diese Entscheidung unterstreicht das Engagement der Hochschule, Gestalter*innen zu unterstützen, die Nachhaltigkeit in Bildungsprogramme integrieren möchten. Laut Leuphana wird der Fokus dabei insbesondere auf der Reaktion von Bildungssystemen auf gesellschaftliche und ökologische Transformationsprozesse liegen.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Hantke, der seit dem letzten Jahr als Co-Chair fungiert, wird die internationale Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Fischer wird herausgestellt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zur demokratischen Resilienz und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt. Hantke hebt die Verantwortung von Lehrkräften hervor, die als Multiplikator*innen für nachhaltige Entwicklung agieren. Durch den Lehrstuhl wird auch die Rolle von Lehrkräften in Regionen wie Subsahara-Afrika durch Projekte wie “Sub-Saharan Africa Teacher Leadership for Education for Sustainable Development” gestärkt.
Integration von BNE in die Lehrkräftebildung
Ein zentrales Ziel der Universität ist die Verankerung von BNE als Querschnittsaufgabe in der Lehrkräftebildung. Das neue Profilstudium „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erweitert die Bildungsangebote und vermittelt Lehramtsstudierenden die Kompetenzen, um Nachhaltigkeit in Schule und Unterricht erfolgreich zu integrieren. Die Absolvent*innen werden damit befähigt, junge Menschen aktiv zur Mitgestaltung gesellschaftlicher Transformationen anzuregen.
Die Deutsche UNESCO-Kommission, wie auf unesco.de beschrieben, spielt eine zentrale Rolle in der Förderung von BNE in Deutschland. Hierzu gehört die BNE-Akteurskarte, die ein bundesweites Engagement sichtbar macht. Damit wird die Vernetzung von Initiativen gefördert, die durch die Registrierung auch Veranstaltungen im BNE-Terminplan veröffentlichen können. Die Kommission zeichnet jährlich herausragende Initiativen mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aus, die als Anreiz für beständige Verbesserungen in der Bildungslandschaft dient.
Empfehlungen für Schulen
Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat sich ebenfalls ausgiebig mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung beschäftigt. Ab dem Jahr 2024 wird es eine eigenständige Empfehlung zu BNE in Schulen geben, die auf früheren Orientierungsrahmen aufbaut. Diese Rahmenbedingungen werden nicht nur für die Entwicklung von Lehrplänen und Schulbüchern relevant sein, sondern bieten auch didaktische Konzepte und Materialien für den Unterricht. Auch die Integration von Digitalisierung und die Ausbildung von Lehrkräften stehen in diesem Kontext im Fokus.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die gemeinsame Anstrengung von Hochschulen, Ministerien und Initiativen in Deutschland ein starkes Fundament für die Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung legt. Diese Schritte sind nicht nur notwendig, um den Herausforderungen der Gegenwart gerecht zu werden, sondern auch, um zukünftige Generationen zu befähigen, aktiv an einer nachhaltigen Gesellschaft mitzuwirken. Die Leuphana Universität, die BNE aktiv an ihrer Bildungspolitik ausrichtet, zeigt hierbei eine wichtige Vorreiterrolle.
