Heidelberg vernetzt sich für gemeinschaftliches Wohnen und neue Baugruppen
In Heidelberg geht es bald um die Frage, wie Wohnen mehr sein kann als die eigenen vier Wände. Am Mittwoch, 18. November 2026, lädt die Stadt gemeinsam mit „hd_vernetzt“, einem Zusammenschluss gemeinschaftlicher Wohn- und Bauprojekte, zu einem Vernetzungstreffen ein.
Treffpunkt ist der Große Saal der Chapel, Rheinstraße 12/4, in der Südstadt. Beginn ist um 18 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr. Die regelmäßigen Treffen sollen Interessierten Gelegenheit geben, sich auszutauschen und kennenzulernen. Dieses Mal steht die Bildung von Bau- und Wohngruppen im Mittelpunkt. Als Referent ist Gerrit Gaidosch vom Netzwerk Frankfurt eingeladen.
Gemeinsam planen, gemeinsam wohnen
Gemeinschaftliches Wohnen richtet sich an ganz unterschiedliche Menschen: junge und ältere Personen, Familien, Paare und Singles. Die Wohnform kann gegenseitige Unterstützung, nachbarschaftlichen Austausch und die gemeinsame Gestaltung des Wohnumfelds ermöglichen. Davon profitieren nach Angaben der Stadt nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch die gesamte Wohnumgebung.
In den vergangenen Jahren sind in Heidelberg mehrere gemeinschaftliche Wohnprojekte entstanden. Derzeit gibt es zwölf solcher Projekte mit mehr als 400 Bewohnerinnen und Bewohnern. Mit ihrem „10-Punkte-Programm Wohnen“ will die Stadt Wohnprojekte und Baugruppen unterstützen, damit unterschiedliche Lebensentwürfe auf dem Wohnungsmarkt berücksichtigt werden. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit bestehenden Heidelberger Wohnprojekten im Netzwerk „hd_vernetzt“.
Eine Anmeldung für das Treffen ist bis zum 11. November per E-Mail an wohnprojekte@heidelberg.de erforderlich. Wer sich schon vorher orientieren oder auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich online für eine Interessiertenliste eintragen. Eingetragene Personen werden direkt zu Informationstagen eingeladen und über aktuelle Themen informiert.
Beratung, Wohnbörse und weitere Termine
Das Team Strategische Wohnentwicklung der Stadt Heidelberg ist innerhalb der Verwaltung die zentrale Anlaufstelle für interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie für Gruppen mit konkreten Projektvorstellungen. Das Team stellt Informationen aus Verwaltung und Politik zusammen und bereitet sie auf, unterstützt bei der Suche nach Grundstücken oder Bestandsobjekten und vermittelt Kontakte zu interessierten Investoren.
Die städtische Webseite dient als erste Informations- und Anlaufstelle. Über die Wohnbörse können Personen Wohnungen suchen oder anbieten, sich aktiv austauschen oder sich für die langfristige Entwicklung gemeinschaftlicher Wohnprojekte interessieren. Vorhandene Steckbriefe erleichtern die Kontaktaufnahme; außerdem können Interessierte selbst einen Online-Steckbrief erstellen. Weitere Informationen stehen unter www.heidelberg.de/wohnen.
In der Chapel Südstadt ist vom 5. bis 19. November im Untergeschoss außerdem die Wanderausstellung „Heilige Räume. Neue Konzepte.“ zu sehen. Bereits am Dienstag, 3. November, findet von 17 bis 19 Uhr im Haus der Begegnung, Merianstraße 1, eine weitere Veranstaltung zur Umnutzung kirchlicher Gebäude statt.
Für alle, die nicht sofort eine Baugruppe gründen wollen, aber neugierig sind, bietet die Interessiertenliste einen unkomplizierten Einstieg. Und wer schon mit konkreten Ideen kommt, findet bei der Stadt eine feste Adresse – mitten in einem Feld, das in Heidelberg längst nicht mehr nur aus Plänen auf Papier besteht.
