Wer überall zuerst den Haken sucht, gilt schnell als klug und realistisch. Schließlich berichten Nachrichten häufig über schlechte Ereignisse, Korruption und Ausbeutung. Da wirkt eine zynische Weltsicht beinahe wie ein Schutzschild. Genau darum geht es bei der nächsten Veranstaltung der Reihe „WISSENsdurst“ in Mannheim.

Prof. Dr. Olga Stavrova spricht am Dienstag, 10. November 2026, über Zynismus und Misstrauen. Im Mittelpunkt stehen Forschungsergebnisse zu der Frage, warum Menschen mit einer zynischen Weltsicht häufig weniger erfolgreich sind – obwohl Zynikerinnen oft als besonders kompetent und erfolgreich wahrgenommen werden.

Zwischen Skepsis und schlechten Absichten

Zynikerinnen unterstellen anderen grundsätzlich Eigennutz und schlechte Absichten. Was zunächst nach nüchterner Menschenkenntnis klingt, kann allerdings Folgen haben: Misstrauen und negative Weltbilder beeinflussen soziale Beziehungen, das körperliche Wohlbefinden ebenso wie Gedanken, Gefühle und Verhalten. Auch Lebensverläufe können davon geprägt werden.

Stavrova erläutert, wie sich diese Haltung auf das soziale und körperliche Wohlbefinden auswirkt und weshalb Zyniker*innen häufig weniger erfolgreich sind. Die Referentin lehrt Sozialpsychologie und Mikrosoziologie an der Universität Mannheim. Sie untersucht, wie Menschen ihre soziale Welt wahrnehmen – und wie diese Wahrnehmung ihr Leben beeinflusst.

Wissenschaft bei einem Getränk

„WISSENsdurst“ verbindet Gespräche über wissenschaftliche Forschung mit dem Genuss eines Getränks. Der Vortrag findet in der Arbeiterkneipe des Technoseum, Museumsstraße 1, Mannheim, statt. Beginn ist um 18 Uhr, gegen 19 Uhr soll die Veranstaltung enden.

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Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer spontan vorbeischauen möchte, kann also einfach kommen. Weitere Informationen gibt es unter www.uni-mannheim.de/wissensdurst/.