Rund 2.900 Erstsemester beginnen zum Wintersemester 2026/27 ihr Studium an der Universität Osnabrück. Bei ihrer Begrüßung am Mittwoch, 7. Oktober 2026, in der OsnabrückHalle ging es nicht nur um den offiziellen Start, sondern auch um die Menschen dahinter: Woher kommen sie – und warum haben sie sich für Osnabrück entschieden?

Uni-Präsident Prof. Dr. Tim Römer und Vizepräsident Prof. Dr. Jochen Oltmer hießen die neuen Studierenden willkommen. Römer beschrieb die Universität als einen Ort persönlicher Bereicherung, des kritischen und verantwortungsbewussten Denkens und langfristiger Freundschaften. Oltmer nannte den Studienbeginn eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft und kündigte Unterstützung beim Ankommen an.

Ankommen zwischen Hörsaal und Stadt

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter forderte die Erstsemester auf, Osnabrück aktiv zu erkunden und früh Kontakte zur regionalen Wirtschaft und Gründerszene zu knüpfen. Zugleich warb sie für Offenheit und Dialog zwischen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Kulturen und Vorstellungen.

Als Stadt des Friedens, geprägt durch ihre Rolle beim Westfälischen Frieden von 1648, könne Osnabrück von der Vielfalt, den Ideen und Perspektiven der Studierenden profitieren, sagte Pötter. Ihr Wunsch: Viele von ihnen sollen später bleiben und hier ihre berufliche Zukunft gestalten.

Praktische Hilfe beim Start bietet das Programm OSKA+ – „OSnabrücker Kommilitoninnen für Studienanfängerinnen“. Erfahrene Studierende beraten die Neuen bei Fragen zum Studium und zum Hochschulalltag. Mehr als 70 Aussteller waren außerdem in der OsnabrückHalle vertreten: Universitätseinrichtungen, das Studierendenwerk, der AStA, studentische Initiativen sowie Unternehmen und Kultureinrichtungen aus der Region.

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Musik gab es ebenfalls. Das Percussion Ensemble der Unimusik begleitete das Begrüßungsprogramm, das Zentrum für Hochschulsport steuerte eine Showeinlage bei. Zwischen Informationsständen, Gesprächen und ersten Orientierungsschwierigkeiten dürfte dabei so mancher Studienstart ein wenig leichter gewirkt haben.

Psychologie gefragt, Cognitive Science legt zu

Besonders gefragt waren erneut die Studienprogramme der Psychologie. Danach folgte der Bachelorstudiengang „Cognitive Science“: Dort stieg die Zahl der Einschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 25 Prozent. Auch englischsprachige Studiengänge waren stark nachgefragt. Das Masterprogramm „Conflict Studies and Peacebuilding“ verdoppelte seine Anmeldezahlen.

Die Zahl der Erstsemester lag dennoch leicht unter dem Vorjahreswert. Als Grund wurde die Rückkehr zu G9 an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen genannt.

Eine Universität mitten in Osnabrück

Die Universität Osnabrück ist eine öffentliche Universität in Niedersachsen und wurde 1974 gegründet. Mehr als 14.000 Menschen studieren dort. Das Angebot reicht von Geistes- und Sozialwissenschaften über Natur- und Rechtswissenschaften bis zu den Wirtschaftswissenschaften.

Die Hochschule verteilt sich auf mehrere Standorte im Stadtgebiet. Viele Gebäude liegen nahe der historischen Altstadt – der Weg vom Seminarraum in die Innenstadt ist also oft kurz, manchmal sogar kürzer als die Suche nach dem richtigen Raum. Als Forschungsschwerpunkte werden interdisziplinäre Arbeiten zu Migration, Kognitionswissenschaften, interkulturellen Studien der Frühen Neuzeit und Umweltsystemforschung genannt.

Für die rund 2.900 neuen Studierenden beginnt damit ein Alltag zwischen Vorlesungen, ersten Kontakten, Stadtentdeckung und der ganz praktischen Frage, wo eigentlich der nächste Kaffee herkommt.