Am 14. November 2026 wird Osnabrück zum Treffpunkt der deutschen Auswahlorchester. 22 Ensembles aus ganz Deutschland treten in neun Kategorien vor einer Fachjury an. Für das Publikum ist der Eintritt frei – und musikalisch dürfte an diesem Samstag einiges zusammenkommen.

Auswahlorchester vereinen meist projektweise die besten Amateurmusikerinnen und -musiker einer Region. Der Wettbewerb richtet sich an vereinsübergreifende und überregionale Ensembles mit ausgewählten Musikerinnen und Musikern. Teilnehmen dürfen Landes- und Auswahlorchester, deren junge Mitglieder sich zuvor in Auswahlverfahren ihrer Landesmusikverbände qualifiziert haben.

Von Blasorchester bis Zither

Das Programm ist breit gefächert: Zu hören sind große sinfonische Blas- und Sinfonieorchester ebenso wie Akkordeon-, Gitarren-, Zupf- und Zitherorchester sowie Posaunenchöre. Die Ensembles bestehen aus Streichern, Bläsern und weiteren Instrumentalistinnen und Instrumentalisten und bringen anspruchsvolle sinfonische Werke, aber auch kammermusikalisch geprägte Interpretationen auf die Bühne.

In der OsnabrückHalle spielen unter anderem das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester, das Sinfonische Jugendblasorchester Karlsruhe und das Landesblasorchester NRW. In der historischen Katharinenkirche treten unter anderem Zitherorchester und Posaunenchöre auf. Zwei Spielstätten, unterschiedliche akustische Bedingungen – für die Ohren also kein ganz gleichförmiger Marathon.

Die Wettbewerbsauftritte in der OsnabrückHalle laufen von 10 bis etwa 19 Uhr. In der Katharinenkirche beginnt das Programm bereits ab 9 Uhr. Die 22 Orchester treten über den Tag verteilt nacheinander auf, bewertet von einer Fachjury nach musikalischen und interpretatorischen Kriterien. Nach dem Wettbewerb erhalten die Ensembles in persönlichen Beratungsgesprächen fachliche Einschätzungen der Jurorinnen und Juroren.

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Freier Eintritt, aber bitte pünktlich

Gespielt wird in der OsnabrückHalle im Europa-Saal, im Kongress-Saal und in Raum 10 sowie in der Katharinenkirche. Die Säle werden jeweils vor Beginn eines Auftritts geschlossen. Wer einen bestimmten Beitrag sehen möchte, sollte deshalb rechtzeitig da sein – sonst bleibt nur das Warten auf den nächsten Einlass.

Die Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung beginnt um 20.30 Uhr im Europa-Saal. Dort spielt auch die Uni Bigband Osnabrück. Am Ende des Tages werden die besten Orchester ausgezeichnet. Das Angebot richtet sich an Fachpublikum, Familien, Musikschülerinnen und -schüler sowie an alle weiteren Musikinteressierten; der Eintritt zu allen Konzerten ist kostenlos.

Ein Wettbewerb mit langer Perspektive

Veranstalter ist der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) in Kooperation mit der Stadt Osnabrück. Der BMCO richtet den Wettbewerb 2026 zum achten Mal aus. Der WAO findet alle zwei Jahre statt und gilt als bedeutendes Ereignis der deutschen Amateurmusik.

Neben dem direkten Vergleich ermöglicht der Wettbewerb genreübergreifende Begegnungen. Die teilnehmenden Amateurorchester präsentieren sich unter professionellen Wettbewerbsbedingungen. Damit soll die Amateurmusik gefördert, die Vorbildfunktion der Orchester gestärkt und die Weiterentwicklung der Musiklandschaft angestoßen werden.

Weitere Informationen und das vollständige Programm stehen unter www.wao26.de.