Wer Sabrina Haines spielen sehen will, muss gedanklich ein bisschen herumreisen. Die US-Amerikanerin kommt aus Colorado Springs, spielte in Serbien, Schweden, Island, Puerto Rico, Griechenland und Mexiko – und inzwischen auch in Osnabrück. Eine Basketballkarriere mit ziemlich vielen Flughäfen dazwischen.

Am 3. November 2026 ist Haines bei den Girolive Panthers Osnabrück aktiv. Schon 2023 lief sie für den MBC auf und traf damals auf Tihana Stojsavljevic, die zu dieser Zeit in Osnabrück spielte. Nun haben sich die Wege gewissermaßen verschoben: Haines trägt inzwischen das Panthers-Trikot. Der Wechsel macht sie endgültig zur Weltenbummlerin der Mannschaft.

Von Halle über Mexiko nach Osnabrück

Bevor Haines nach Osnabrück kam, war sie für den GISA LIONS MBC vorgesehen. Für die Saison 2023/24 war der Kader des Vereins nahezu komplett, nur eine Position blieb zunächst offen. Haines wurde als vierte neue Spielerin verpflichtet und unterschrieb in Halle einen Einjahresvertrag.

Ermöglicht wurde der Transfer durch das E-Center Weidauer/Mafa-Gelände. Das Unternehmen übernahm eine Spielerpatenschaft für Haines. Der Markt wurde 2011 eröffnet, liegt in der Merseburger Straße 40 in Halle, bietet mehr als 3.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, führt über 30.000 Artikel und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.

Zum Zeitpunkt der Verpflichtung spielte Haines für Panteras de Aguascalientes in der mexikanischen Liga Nacional de Baloncesto Profesional Femenil. Die mexikanische Saison läuft von April bis Juli. Nach einem Heimaturlaub in den USA sollte die damals 26-Jährige Ende August in Halle erwartet werden.

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Guard, Flügel – und ziemlich viel Verantwortung

Haines ist 1,78 Meter groß und kann als Shooting Guard oder Small Forward eingesetzt werden. Headcoach Timur Topal sah sie in einer Führungsrolle: furchtlos, entschlossen und energisch. Nach seiner Einschätzung kann sie punkten, Spielzüge kreieren, rebounden und verteidigen. Der Verein hatte sie bereits seit mehreren Jahren beobachtet.

Auch die übrigen Neuzugänge waren damals klar verteilt: Courtney Warley kam für die Center-Position, Taylor Robertson als Shooting Guard und Annika Holopainen als Power Forward. Der gemeldete Kader des GISA LIONS MBC umfasste elf Spielerinnen.

  • Aufbau: Joyce Cousseins-Smith, Taylor Robertson, Sabrina Haines, Laura Schinkel, Lotta Stach und Lilly Oswald
  • Flügel: Annika Holopainen, Meret Kleine-Beek und Maria Neumann
  • Center: Courtney Warley und Elea Gaba

Trainer war Timur Topal. Auf dem Papier klingt das ordentlich sortiert. Auf dem Feld wird’s dann doch schnell, laut und ziemlich eng.

Eine Karriere mit vielen Zwischenstopps

Haines studierte zunächst drei Jahre an der Arizona State University und absolvierte ihre letzte College-Saison an der University of Kentucky. Ihre Profikarriere begann sie 2020/21 beim serbischen Erstligisten Radivoj Korac Belgrad. Dort kam sie durchschnittlich auf 13,3 Punkte und 6,0 Rebounds.

In der Saison 2021/22 folgte KFUM Uppsala in der schwedischen Damligan. Haines erzielte dort 15,0 Punkte und 7,4 Rebounds pro Spiel.

Die Saison 2022/23 startete sie bei Breidablik Kopavogur in Island und absolvierte sechs Einsätze. Danach ging es zu den Gigantes de Carolina nach Puerto Rico, wo sie zwölfmal auflief. Im Dezember 2022 wechselte sie zum griechischen Erstligisten OA Chania auf Kreta. Für den Klub bestritt sie elf Spiele, belegte mit ihm den siebten Platz und kam dabei auf durchschnittlich 17,4 Punkte, 8,0 Rebounds und 3,8 Assists pro Partie.

Und dann war da noch das Duell aus dem Jahr 2023: Sabrina Haines aufseiten des MBC, Tihana Stojsavljevic damals im Osnabrücker Trikot. Heute ist Haines selbst Teil der Girolive Panthers Osnabrück. Ein kleiner Kreis, der sich im Basketball manchmal schneller schließt, als man denkt.