Rostock wird Anfang November wieder farbig: Die Stadtwerke Rostock bereiten die Lichtwoche vom 4. bis 8. November 2026 vor. Täglich von 16 bis 20 Uhr können Besucherinnen und Besucher die Innenstadt in besonderer Beleuchtung erleben. Der Eintritt ist frei.

Die Illuminationen ziehen sich vom Kröpeliner Tor über die Fußgängerzone bis zum Rathaus und zum Steintor. Öffentliche Gebäude, Sehenswürdigkeiten und zentrale Orte wie der Universitätsplatz sowie das Gebäude der Stadtwerke Rostock AG werden in bunten Farben und Lichtinstallationen erstrahlen. Veranstalter ist die Stadtwerke Rostock AG.

Neue Orte, Kinderprogramm und Musik

Neu belebt wird die Gasse „Kleiner Katthagen“ am Stadtwerke-Haus an der Kröpeliner Straße. Dort entsteht mit dem Funkelhof ein Kinderbereich mit Sternenhimmel sowie Licht-, Kreativ- und Entdeckungsangeboten. Auch ein Mitmach-Zirkus ist geplant. Zwischen Kabeln, Projektionen und leuchtenden Fassaden darf es also ruhig ein bisschen wuselig werden.

Erstmals werden außerdem die Giebelhäuser gegenüber dem Rathaus angestrahlt. Auf der „bunten Meile“ in der Innenstadt treten Walking Acts, Straßenkünstler und Stelzenläufer auf. Das Programm der Lichtwoche umfasst traditionell auch Laternenumzüge, historische Stadtführungen, Fotoworkshops und einen Fotowettbewerb.

Die Young Academy Rostock der Hochschule für Musik und Theater veranstaltet jährlich ein Benefizkonzert im Barocksaal. In diesem Jahr sollen die Konzerte kostenlos sein. Die Einnahmen aus Kartenverkäufen früherer Benefizkonzerte unterstützen soziale und kulturelle Vereine sowie Projekte in der Umgebung. Zur Konzertreihe „Kunst auf der Treppe“ gehören seit 2010 tägliche Auftritte von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Vorträge und Experimente wurden erstmals 2009 ins Programm aufgenommen.

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Am Samstag, dem 7. November, ist ein großer Laternenumzug geplant. Treffpunkt ist um 17:30 Uhr am Kröpeliner-Tor-Center. Historisch gab es 2015 erstmals einen Sternenmarsch, bei dem Fackelzüge aus verschiedenen Richtungen zum Universitätsplatz führten. An den letzten beiden Veranstaltungstagen, freitags und samstags, findet am Hauptgebäude der Universität meist außerdem eine thematische Laser- und Feuershow statt.

Von den Lichttagen zum LED-Spektakel

Die heutige Form der Veranstaltung besteht seit 2001; die Rostocker Lichtwoche findet jährlich in der ersten Novemberwoche statt. Ihr historischer Ursprung liegt in den „Lichttagen“ von 1928. Damals präsentierten Unternehmen den Nutzen elektrischer Energie im Alltag. Nach der Zeitumstellung im Oktober soll die Veranstaltung Licht, Energie und Wärme in die Stadt bringen.

Neu aufgebaut wurde die heutige Lichtwoche durch Studenten und die Stadtwerke Rostock. Seit 2014 eröffnet eine Pixelmapping-Show die Veranstaltung: Fotos des Barocksaals werden digital bearbeitet, zwei- und dreidimensionale Formen auf die Fassade projiziert. Dabei geht es um die Architektur ebenso wie um die Geschichte des Gebäudes und der Universität Rostock.

Technisch hat sich einiges verändert. 2011 wurden erstmals überwiegend LED-Leuchtmittel eingesetzt, 2014 erfolgte der vollständige Wechsel auf LED. Für die Beleuchtung wurden 2014 rund 1.200 Kilometer Kabel verlegt und etwa 400 Lichtpunkte installiert. Der Stromverbrauch lag 2011 ungefähr auf dem Niveau des Jahresverbrauchs eines Einfamilienhauses; 2014 waren es knapp 5.000 Kilowattstunden, etwa so viel wie der Jahresverbrauch eines durchschnittlichen Vierpersonenhaushalts.

2019 kamen zusätzlich fünf Meter hohe, aufblasbare Installationen hinzu, die mit LED-Strahlern beleuchtet wurden. Ebenfalls 2019 wurden auf Wunsch der Bürger Mehrwegbecher zur Müllvermeidung eingeführt. Ein Detail, das zwischen Lichtkegeln und Musik leicht untergeht, aber beim Blick in volle Abfalleimer ziemlich wichtig wird.

Getränke für den guten Zweck

Während der Lichtwoche sammeln die Stadtwerke wie in den Vorjahren Spenden für zwölf Vereine. Mit jedem verkauften Getränk werden regionale Vereine unterstützt; die gesamten Einnahmen aus dem Getränkeverkauf gehen an gemeinnützige Vereine der Region. Bewerben können sich sozial, kulturell oder sportlich engagierte Vereine. Besucher können außerdem ihren Becherpfand spenden.

Die Spenden aus dem Glühweinverkauf beliefen sich bis 2010 auf etwa 22.000 Euro, 2011 auf 8.650 Euro, 2012 auf 8.000 Euro, 2013 auf 9.600 Euro, 2014 auf 12.000 Euro, 2015 auf 10.400 Euro, 2016 auf 10.000 Euro, 2017 auf 14.000 Euro, 2018 auf 13.500 Euro und 2019 auf 14.000 Euro.

Zum zehnjährigen Jubiläum 2011 wurden Postkarten und eine auf 10.000 Exemplare begrenzte Sonderzeitung verteilt. Die Unterstützung sozialer, kultureller und sportlicher Aktivitäten in der Region läuft darüber hinaus auch über das Veranstaltungsprogramm und die Spenden.

Finale mit Einkaufssonntag

Für Sonntag, den 8. November, ist ein verkaufsoffener Sonntag in der Rostocker Innenstadt vorgesehen. Es ist zugleich der Abschlusstag der Lichtwoche. Zwischen Rathaus, Steintor, Fußgängerzone und Kröpeliner Tor können Besucher die farbenfrohen Illuminationen, Lichtinstallationen und gestalteten Erlebnisbereiche noch einmal von 16 bis 20 Uhr erleben.

Weitere Programminformationen sollen ab dem 27. Oktober auf swrag.de/lichtwoche verfügbar sein. Heute, am 27.10.2026, ist also noch ein wenig Geduld gefragt – und vielleicht schon die Suche nach einer Laterne, die den Umzug am 7. November übersteht.