Heute, am 8. Oktober 2026, ist die „Crew 12“ der Internationalen Raumstation ISS nach rund acht Monaten im All zur Erde zurückgekehrt. Die vier Raumfahrenden landeten mit einer „Dragon“-Kapsel von SpaceX im Pazifik vor Los Angeles. Für die Besatzung war damit ein langer Einsatz zu Ende – und für die Bergung begann die Arbeit erst.

An Bord waren die US-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway, die französische Astronautin Sophie Adenot sowie der russische Kosmonaut Andrej Fedjajew. In der Schreibweise der NASA werden die Namen Jessica Meir, Jack Hathaway, Sophie Adenot und Andrey Fedyaev geführt. Hathaway und Adenot erlebten ihren ersten Aufenthalt auf der ISS, Fedjajew und Meir waren bereits zum zweiten Mal dort.

Abdocken am Harmony-Modul

Am 7. Oktober 2026 um 8:05 Uhr EDT koppelte das SpaceX-Dragon-Raumschiff der Mission Crew-12 vom weltraumseitigen Port des Harmony-Moduls der ISS ab. Die NASA übertrug zunächst weiterhin live: zu hören waren Gespräche der Besatzung mit der Missionskontrolle, dazu kamen Außenaufnahmen der Raumstation. Die vollständige Live-Berichterstattung sollte am 8. Oktober 2026 um 10:20 Uhr EDT wieder beginnen.

Die Wasserung vor der kalifornischen Küste wurde für etwa 11:34 Uhr EDT erwartet. Danach sollte die Bergung der vier Raumfahrenden erfolgen. Zum Zeitpunkt des Abdockens waren fünf Raumschiffe an der ISS befestigt: die SpaceX Crew-13 Dragon, Northrop Grummans Cygnus XL, Sojus MS-29, Progress 95 und Progress 96. Oben ist eben selten wirklich Platz für Leerlauf.

Während ihres Einsatzes absolvierten die Mitglieder der Crew 12 vier Außeneinsätze. Die Mission war Teil der kommerziellen bemannten Raumfahrt und gehörte zur ISS-Expedition 75. Seit Februar war die Crew auf der Raumstation.

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Wechsel mit der Crew 13

Vor wenigen Tagen hatte die „Crew 13“ die vierköpfige Mannschaft abgelöst. Zur neuen Besatzung gehören die US-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, der kanadische Astronaut Joshua Kutryk sowie der russische Kosmonaut Sergej Teterjatnikow.

Die Crew 13 flog mit einer „Dragon“-Kapsel in etwa 7 Stunden und 55 Minuten zur ISS. Laut NASA war das die kürzeste Zeit vom Start bis zum Andocken eines US-Raumschiffs in der Geschichte der Raumstation. Während Crew 12 nun Richtung Pazifik unterwegs war, blieb der Betrieb oben also ohne längere Pause weiterlaufen.

Ein langer Weg zurück zur Erde

Für die Crew 12 endete damit ein Aufenthalt, der vom Alltag auf der Erde kaum weiter entfernt sein könnte: Monate in Schwerelosigkeit, vier Außeneinsätze und schließlich der Rückflug in einer Dragon-Kapsel. Der Pazifik vor Los Angeles wurde zum Zielpunkt – Wasser unter der Kapsel, Bergungskräfte in Bereitschaft und nach rund acht Monaten wieder fester Boden in Reichweite.

Von der Universität des Saarlandes aus klingt das alles fast unwirklich. Gleichzeitig lässt sich an diesem Wechsel gut beobachten, wie eng wissenschaftliche Forschung, internationale Zusammenarbeit und kommerzielle Raumfahrt inzwischen ineinandergreifen. Oben an der ISS wechseln die Crews, unten verfolgen Missionskontrollen jede Minute – und irgendwo an der kalifornischen Küste wartet schon das Bergungsteam.