Ulm trauert um Dieter Kaufmann: Ein Kanzler voller Innovationen!
Am 26. Juni 2026 wurde Dieter Kaufmann, der langjährige Kanzler der Universität Ulm, in den Ruhestand verabschiedet. Nach 21 Jahren an der Spitze der Verwaltung blickt er auf eine beeindruckende Karriere im Wissenschaftsmanagement zurück. Er hat die Entwicklung der Universität maßgeblich geprägt und der Abschiedsfeier wohnten zahlreiche hochrangige Vertreter aus Wissenschaft und Politik bei. Universitätspräsident Michael Weber erzählte von den bemerkenswerten Fortschritten, die die Universität während Kaufmanns Amtszeit gemacht hat, darunter ein Anstieg der Absolventenzahl von 800 im Jahr 2005 auf 1.800 im Jahr 2025, sowie eine Erhöhung der Professuren um 30% und der Drittmittel um 150%.
Kaufmann, geboren 1956 in Tübingen, hat einen Master in Betriebswirtschaftslehre von der Universität Stuttgart. Seinen Weg in die Wissenschaftslaufbahn begann er an der gleichen Universität, wo er zunächst als Referent für Planungs- und Strukturfragen tätig war und später die Leitung des Finanzdezernats übernahm. 2005 trat er die Kanzlerschaft an der Universität Ulm an, wo er auch als Bundessprecher der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands tätig war. In seiner Abschiedsrede betonte er die Rolle der Universitäten als Orte der Freiheit von Forschung und Lehre und dankte allen Wissenschaftlern, Mitarbeitern und Partnern für die fruchtbare Zusammenarbeit.
Ehrungen und Würdigungen
Die Verabschiedung war ein festlicher Anlass, geprägt von herzlichen Dankesworten. Ministerialdirektor Dr. Hans J. Reiter würdigte Kaufmann als verlässlichen Partner des Landes, während Professor Walter Rosenthal von der Hochschulrektorenkonferenz seinen Einfluss auf die deutsche Hochschulpolitik hervorhob. Auch Albert Berger, Kanzler der Technischen Universität München, betonte Kaufmanns Rolle in der Bundesvereinigung der Universitätskanzler. Zum Abschluss der Feier erhielt er eine besondere „Ulmer Gulden“-Torte als Geschenk, gefolgt von minutenlangem Applaus für seine Verdienste.
Kaufmann kündigte an, im Ruhestand weiterhin mit der Wissenschaft verbunden zu bleiben und mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Neben seiner Tätigkeit an der Universität war er auch Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Wissenschaftsmanagement und hat wichtige Initiativen wie die Internationale Graduiertenschule für Molekulare Medizin und den Exzellenzcluster POLiS vorbereitet. Seine Nachfolge an der Universität wird entscheidend für die zukünftige Ausrichtung der Hochschule sein.
Die 40-jährige Karriere von Dieter Kaufmann zeigt, wie viel Gestaltungsfreiraum und Verantwortung in den Händen einer einzelnen Person liegen können und wie wichtig solche Positionen für die Entwicklung der Hochschullandschaft in Deutschland sind. Abgerundet wird sein Erbe durch vielfältige Initiativen und ein starkes Fundament für die kommenden Generationen.
