In einer bemerkenswerten Geschichte der Hoffnung und Resilienz hat die Universität Vechta Wahida Rahmati, eine afghanische Wissenschaftlerin, die vor der Taliban-Herrschaft flüchten musste, als neue Mitarbeiterin begrüßt. Rahmati, die über einen Masterabschluss in Soziologie verfügt und sich intensiv mit häuslicher Gewalt sowie den Rechten von Frauen und Mädchen in Afghanistan auseinandersetzte, hat nun eine Doktorandenstelle am Fachbereich Soziologie an der Universität angetreten. Diese Unterstützung wurde durch das Programm Scholars at Risk (SAR) ermöglicht, dem Vechta seit 2023 angehört, und das mehr als 500 Institutionen weltweit umfasst.

Die Flucht von Rahmati und ihrer Familie begann nach der Machtübernahme der Taliban, die nicht nur ihre Doktorandinnenstelle an der Universität Kabul in Gefahr brachte, sondern auch die Karriere ihres Ehemannes Qasim Azizi, der als Journalist tätig war. Die Familie fand Zuflucht in Pakistan, bevor sie schließlich nach Deutschland gelangte, wo sie nun neues Leben aufnehmen möchte.

Unterstützung durch verschiedene Akteure

Der Prozess der Umsiedlung war jedoch keine leichte Aufgabe. Dr. Daniel Ludwig von der Universität Vechta entdeckte Rahmatis Fall im Oktober 2023 und setzte sich für ihre Unterstützung ein. Dieser Weg erforderte nicht nur Verhandlungen und bürokratische Hürden, sondern auch das persönliche Engagement vieler Menschen, die dabei halfen, die Familie sicher nach Deutschland zu bringen. Die Unterstützung kam unter anderem von der Deutschen Botschaft in Islamabad, der Ausländerbehörde in Vechta und dem Berliner Verein „Kabul Luftbrücke“.

Für die Reisekosten, die für den Umzug von Pakistan nach Deutschland nötig waren, zeigten sich Scholars at Risk sowie „Reporter ohne Grenzen“ verantwortlich. Zudem organisierten Dr. Ludwig und Professorin Corinna Onnen eine private Spendensammlung, um die Familie finanziell zu unterstützen. Onnen half der Familie darüber hinaus, eine Mietwohnung zu finden, während Steven Zurek vom Graduiertenzentrum der Universität ihnen bei der Orientierung im deutschen Behördensystem zur Seite steht.

Ein Neubeginn in Deutschland

Wahida Rahmati sieht in Deutschland viele Chancen. Mit ihrem besonderen Wissen und ihrer einzigartigen Perspektive plant sie, ihre Dissertation über die Lebenssituation afghanischer Geflüchteter in Deutschland zu schreiben. Professorin Onnen hebt Rahmatis Fachkompetenz hervor und betont, dass ihre Erfahrungen und Einsichten von großem Wert für die wissenschaftliche Gemeinschaft sind. Rahmati selbst zeigt sich dankbar für die Möglichkeiten, die ihr in Deutschland geboten werden.

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In einem weiteren Rahmen gibt es auch Stipendien und Projekte, die vom Gerda Henkel Stiftung unterstützt werden, die es ermöglichen, in den Bereichen Forschung und Bildung tätig zu werden. Diese Stipendien können der Förderung von Wissenschaftlern, wie Rahmati, dienen und zusätzliche Mitarbeitende oder Promotionsprojekte mit einbeziehen. Ein klarer Hinweis auf die Unterstützung, die verfolgten Wissenschaftler:innen weltweit zuteilwerden kann, und die Möglichkeit, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, um weiterhin zur Forschung und Gesellschaft beizutragen.

Insgesamt zeigt dieser Fall, wie Bildung und Wissenschaft Barrieren überwinden können, und wie Gemeinschaften zusammenarbeiten, um Menschen in Not zu helfen. Rahmati’s Geschichte ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass trotz schwieriger Umstände neue Wege gefunden werden können, um mit Entschlossenheit in eine bessere Zukunft zu blicken.

Weitere Informationen über das Programm Scholars at Risk sind auf der Seite von Gerda Henkel Stiftung zu finden.

Lesen Sie mehr über Rahmatis Aufnahme an der Universität Vechta in der Pressemitteilung von Universität Vechta.