Peter Haddawy, ein angesehener Professor an der Faculty of Information and Communication Technology (ICT) an der Mahidol University in Thailand, wurde zum Research Ambassador der Universität Bremen ernannt. Diese Ernennung geschah am 12. Juni 2026 und festigt Haddawys Rolle als eine zentrale Figur zur Förderung internationaler akademischer Verbindungen. Research Ambassadors sind Repräsentant:innen, die aktiv Brücken zwischen Kontinenten, Kulturen und verschiedenen akademischen Disziplinen schlagen und somit eine bedeutende Funktion im internationalen Austausch einnehmen.
Die Universität Bremen verfolgt mit ihrer Initiative das Ziel, ihre Forschungsleistungen, Studienrichtungen und Aktivitäten global bekannter zu machen. Seit 2015 wurden insgesamt vierzehn Forscher-Alumni zu Forschungsbotschafter:innen ernannt, von denen aktuell elf aktiv im Netzwerk sind. Diese Botschafter:innen fördern nicht nur die Universität, sondern ermöglichen auch Besuchs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Studierende und Forschende und bieten durch lokale Gastgeber:innen Unterstützung bei der Integration in die Forschungsgemeinschaft.
Internationale Kooperationen und Strategien
Die Ernennung von Peter Haddawy fällt in einen kontinuierlichen Trend der Internationalisierung deutscher Hochschulen. Im Jahr 2023 wurden 18.153 internationale Kooperationen zwischen 312 Hochschulen in Deutschland verzeichnet, ohne die Erasmus-Programme zu berücksichtigen. Die Internationalisierung gilt dabei als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Hochschul- und Wissenschaftsstandortes, wie BMFTR berichtet.
Um diesen Prozess weiter zu unterstützen, haben Bund und Länder eine umfassende Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen verabschiedet, die im Sommer 2024 vorgestellt werden soll. Die Strategie zielt darauf ab, den deutschen Hochschulstandort für internationale Studierende und Forschende attraktiver zu gestalten, Hürden abzubauen und letztendlich die internationale Mobilität zu fördern. Zudem will sie die europäische und internationale Hochschulkooperation vertiefen.
Die Rolle von Hochschulen und deren Angebote
Das Programmportfolio des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) spielt hierbei eine zentrale Rolle. Es umfasst unter anderem Maßnahmen zur Unterstützung strukturierten Studierendenaustauschs sowie der Entwicklung von Forschungskooperationen. Zudem gibt es spezifische Programme, wie die Internationalen Studien- und Ausbildungs-partnerschaften (ISAP) und Programme zur Mobilitätssteigerung von Studierenden, die relevante Unterstützung bieten.
Ein weiterer Aspekt der Strategie ist die Verbesserung der rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen. Dies bedeutet, dass Hochschulen als Motoren der internationalen Mobilität agieren sollen und die digitale Transformation genutzt werden muss, um bestehende Angebote zu erweitern. Diese Maßnahmen werden von den örtlichen Hochschulen selbst sowie von der staatlichen Seite gemeinsam vorangetrieben.
Peter Haddawy ist bereits seit 2016 mit der Universität Bremen verbunden. In dieser Zeit hat er nicht nur als Honorarprofessor für Medizinische Informatik auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch als Direktor des Mahidol-Bremen Medical Informatics Research Unit, das seit 2018 besteht. Diese intensive Partnerschaft und seine Mitarbeit im Mahidol-Bremen Board unterstreichen die bedeutende Rolle, die Haddawy im internationalen Hochschulkontext spielt. Sein Engagement ist beispielhaft für die erfolgreiche Verknüpfung von verschiedenen Ländern und Disziplinen in der akademischen Welt.