Chemie-Genie Toni Radecker siegt beim 55. Wettbewerb in Chemnitz!
Am 18. Juni 2026 trat die Elite der Chemiefreunde der Klassenstufe 11 beim 55. Chemiewettbewerb „Julius Adolph Stöckhardt“ an der Technischen Universität Chemnitz gegeneinander an. Inmitten einer spannenden Atmosphäre zeigten 33 Schüler ihr Können, wobei sie eine unbekannte chemische Verbindung charakterisieren und anspruchsvolle theoretische Aufgaben zu den Themen Aluminium, Kupfer und Wolfram lösen mussten. Der Wettbewerb wird vom Institut für Chemie der TU Chemnitz und dem Landesamt für Schule und Bildung (LASuB) Sachsen organisiert und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.
Toni Radecker vom Clemens-Winkler-Gymnasium Aue konnte seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Mit seinem herausragenden Wissen setzte er sich durch und belegte den ersten Platz. Auf den zweiten Platz kam Hanna Teubel vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg, die leider nicht an der Siegerehrung teilnehmen konnte. Der dritte Platz ging an Pia Wagner vom Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz. TU Chemnitz berichtet: Die Sieger erhielten nicht nur Urkunden, sondern auch Buchpreise, die von Prof. Dr. Johannes Teichert, Ralf Matthes und Willy Pfau überreicht wurden.
Ein Tag voller Chemie und Kreativität
Die Veranstaltung begann um 9:30 Uhr und erstreckte sich über einen intensiven Tag voller chemischer Experimente und theoretischer Herausforderungen ohne Tafelwerk. Der Wettbewerb fand in einem Umfeld statt, das die Neugier der Teilnehmer förderte und den sozialen Austausch zwischen den Schülern unterstützte. Prof. Dr. Werner Goedel hielt eine Mitmachvorlesung zur „Chemie der Photographie“, in der die Schüler ihre eigenen Kunstwerke mit der Cyanotypie-Technik anfertigen konnten. Dies stellte einen zusätzlichen kreativen Höhepunkt des Wettbewerbs dar und ermöglichte es den Teilnehmern, Theorie und Praxis zu verbinden. Eine Diskussionsrunde über das Chemiestudium an der TU Chemnitz rundete die Veranstaltung ab.
Besonders hervorzuheben ist die Tradition des Wettbewerbs, der nach dem Chemieprofessor Julius Adolph Stöckhardt benannt ist, der in den Jahren 1839 bis 1847 an der TU Chemnitz lehrte. Stöckhardt ist bekannt für sein Lehrbuch „Schule der Chemie“ und seine Forschung zu den Auswirkungen von Abgasen auf den Wald. Uni-Haut berichtet, dass die Veranstaltung seit 1996 von Steffen Hemeltjen, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter an der TU Chemnitz, organisiert wird.
Ein Blick in die Zukunft: Chemie in der Gesellschaft
Der Chemiewettbewerb leistet einen wertvollen Beitrag zur Förderung des Interesses junger Menschen an naturwissenschaftlicher Bildung. Teilnehmer wie Elena Tiedtke und Magdalena Jacob haben bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt, wobei Elena eine Zukunft in der Medizin anstrebt. Ihre Teilnahme am Wettbewerb zeigt, wie solch eine Veranstaltung nicht nur das Wissen vertieft, sondern auch persönliche Überzeugungen und Berufswünsche prägt.
Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, sich im Bereich Chemie zu engagieren, könnte ein Blick auf die vielfältigen Wettbewerbe in Deutschland lohnenswert sein. Das Verzeichnis auf Internetchemie listet zahlreiche nationale Wettbewerbe auf, die von Schülerexperimenten bis hin zu wissenschaftlichen Preisen reichen. Diese Wettbewerbe tragen dazu bei, das Bewusstsein für Chemie zu schärfen und der kommenden Generation die Bedeutung naturwissenschaftlicher Fächer näherzubringen.
Mit einer solch engagierten Gemeinschaft und einer klaren Unterstützung für die natürlichen Wissenschaften ist der Chemiewettbewerb in Chemnitz nicht nur ein Ort des Wettbewerbs, sondern auch ein Zentrum für Inspiration und Bildung in der Chemie. Wir dürfen gespannt sein auf die Talente, die hier in den kommenden Jahren heranwachsen werden.
