Die Technische Universität Chemnitz nimmt aktiv am Zukunftsprojekt „Smart Rail Connectivity Campus“ (SRCC) teil. Dieses Projekt gehört zum Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt bis Dezember 2026 gefördert wird. Seit dem Jahr 2018 wurden dafür bis zu 15 Millionen Euro für verschiedene Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte bereitgestellt. Bislang konnten 17 Projekte realisiert werden, die sich mit digitalisierter, vernetzter, automatisierter und nachhaltiger Mobilität in sieben Technologiefeldern beschäftigen. Diese umfassende Initiative zielt darauf ab, die Mobilität der Zukunft zu gestalten und dafür interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern.

Im Rahmen des SRCC werden insgesamt sechs Projekte bis Ende 2026 kostenneutral verlängert, während ein weiteres Projekt zur Mobilität Ende 2025 startet. Die TU Chemnitz bringt Expertise aus 18 Professuren und dem Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien in das Bündnis ein. Neben Projekten zur Umfelderkennung an Bahnübergängen und zur Erfassung von Fahrweg und Umgebung in Triebfahrzeugen wird auch ein autarkes Energieversorgungssystem für den Eisenbahnsektor entwickelt. Diese innovative Forschung wird nicht nur in Studien- und Weiterbildungsangebote für den Bahnsektor einfließen, sondern soll auch der Entwicklung neuer technischer Lösungen dienen.

Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr

Der SRCC ist seit Ende 2023 zudem Teil des vom Bundesministerium für Verkehr geförderten Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM). Diese Institution hat das Ziel, Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen zu bündeln und die Mobilitätsforschung voranzutreiben. Im Rahmen des DZM wird die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen weiter intensiviert, um insbesondere strukturschwache Regionen, wie die Chemnitz-Erzgebirge-Region, zu stärken.

Die TU Chemnitz beteiligt sich nicht nur am SRCC, sondern auch am WIR!-Bündnis „Smart composites ERZgebirge“ (SmartERZ), das insgesamt 13,8 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten hat. Diese Kooperationen unterstreichen die Rolle der Universität als bedeutenden Akteur im Bereich Forschung und Entwicklung für die Zukunft der Mobilität in Deutschland.

mFUND: Digitalisierte Mobilität im Fokus

Ein weiterer zentraler Bestandteil moderner Mobilität ist der mFUND, ein Förderprogramm, das Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu digitalen, datenbasierten Anwendungen unterstützt. Informationen zu Fördermöglichkeiten im Rahmen des mFUND sind auf der Seite bmv.de verfügbar. Der mFUND bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Plattformen für die Vernetzung von Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und Politik.

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Projekte können in zwei Förderlinien eingereicht werden: Die erste Förderlinie unterstützt Projekte mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten und bis zu 200.000 Euro. Ab dem 1. Januar 2025 ist zudem ein neuer Förderaufruf in dieser Linie geplant. Projekte in der zweiten Förderlinie können eine maximale Förderung von 3 Millionen Euro bei einer Laufzeit bis zu 36 Monaten erhalten. Diese Programme zielen darauf ab, innovative digitale Geschäftsideen zu unterstützen und den Zugang zu Mobilitätsdaten zu fördern.

Das bimediale und kooperative Forschungsumfeld zeigt, wie vielfältig der Ansatz zur Zukunft der Mobilität gestaltet wird, wobei sowohl technische als auch soziale Aspekte in den Mittelpunkt gerückt werden. Mit Unterstützung des DZM und des mFUND wird die TU Chemnitz voraussichtlich eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung von Mobilitätslösungen in Deutschland spielen.