Die Wolfgang Iser Lecture 2026 wird sich mit dem faszinierenden Thema der Literaturform „Flash Fiction“ befassen. Der Vortrag findet am 9. Juli 2026 um 19.00 Uhr im Raum A703 an der Universität Konstanz statt. Vortragende ist Merve Emre, Professorin für Creative Writing and Criticism an der Wesleyan University in den USA. Ihr Ansatz verspricht, neue Perspektiven auf diese kurze Erzählform zu eröffnen.

Flash Fiction ist gekennzeichnet durch seine außergewöhnliche Kürze. Die Geschichten bestehen oft aus nur wenigen Worten oder sogar einem einzigen Satz und sind selten länger als einige Seiten. Ein Beispiel für eine solche Ultrakurzgeschichte ist die von Lydia Davis, die das Potenzial dieser Form eindrucksvoll demonstriert.

Die Kernthese der Vorlesung

Merve Emre wird während des Vortrags argumentieren, dass in der Flash Fiction die Grammatik in den Vordergrund treten kann, während die Figurenbildung oft in den Hintergrund gedrängt wird. Sie fordert ein „too close reading“, um die minimalistische Form und das Vergnügen, das aus diesen Texten schöpfbar ist, wirklich zu würdigen. Diese Herangehensweise bietet einen spannenden Zugang zur Analyse der Kurzprosa und wirft die Frage auf, wie Sprache in verdichteter Form genutzt werden kann.

Die Wolfgang Iser Lecture wurde 2009 in Erinnerung an den bedeutenden Literaturwissenschaftler Wolfgang Iser (1926–2007) eingerichtet. Iser war einer der wichtigsten Vertreter der Rezeptionsästhetik der „Konstanzer Schule“ und hat die Literaturwissenschaft nachhaltig geprägt. Die jährlichen Vorträge der Lecture bieten zahlreiche Einblicke in Literatur- und Kulturwissenschaft aus verschiedenen Perspektiven, und sind für alle Interessierten kostenlos zugänglich.

Ein Event für Literaturbegeisterte

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten und richtet sich an ein breites Publikum. Die Veranstaltung verspricht, ein wichtiger Termin für alle zu sein, die sich für die aktuellen Entwicklungen in der Literaturwissenschaft interessieren. Angesichts der Vielfalt und Dynamik von Flash Fiction wird die Veranstaltung sicherlich anregende Diskussionen und neue Anregungen bieten.

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Weitere Informationen sind auf der Seite der Universität Konstanz zu finden. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie kurz eine Erzählung tatsächlich sein kann, sollte den 9. Juli 2026 im Kalender markieren. Die Möglichkeit, von einer renommierten Expertin wie Merve Emre zu lernen, ist eine einmalige Gelegenheit, die literarische Landschaft neu zu betrachten.