Unternehmerische Initiative: Schlüssel zum Erfolg in Afrika!
Am 2. Juli 2026 zeigt eine aktuelle Untersuchung, dass das Personal-Initiative-Training, entwickelt von Prof. Dr. Michael Frese vor 30 Jahren, nachhaltige wirtschaftliche Erfolge für Kleinunternehmer*innen in Togo bietet. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Managementtraining, sondern um ein Programm, das Eigeninitiative und Selbstwirksamkeit fördert. Diese Methodik hat sich als besonders effektiv erwiesen, wie die langfristigen Ergebnisse von 1.500 Kleinunternehmer*innen in Lomé belegen.
In einer randomisierten Studie, die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, wurden die Teilnehmer*innen in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe absolvierte das Personal-Initiative-Training, eine zweite erhielt klassisches Managementtraining, während eine dritte Gruppe kein Training erhielt. Sieben Jahre nach der Durchführung des Trainings zeigte sich, dass die Unternehmer*innen, die am Personal-Initiative-Training teilnahmen, im Durchschnitt 91 US-Dollar mehr Gewinn pro Monat erzielten als die Kontrollgruppe. Dies entspricht einer beeindruckenden Steigerung von rund 52 Prozent.
Herausforderungen und Chancen
Trotz der positiven Ergebnisse hat das Training nicht die erhoffte Wirkung auf Frauen entfaltet. Prof. Frese hebt hervor, dass die langfristigen Erfolge bei weiblichen Unternehmer*innen hinter den Erwartungen zurückblieben. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass Frauen ihre Gewinne eher in die Familie reinvestieren, anstatt in ihr Unternehmen, was die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen könnte.
Das Programm kann als Vorbild für zukünftige Fördermaßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern dienen. In Anbetracht von Afrikas hoher Arbeitslosenquote, insbesondere unter Jugendlichen, ist die Notwendigkeit von unternehmerischen Initiativen klar. Laut einem Bericht auf LinkedIn werden in vielen afrikanischen Ländern, darunter Simbabwe und Südafrika, alarmierende Jugendarbeitslosigkeitsraten von bis zu 63 Prozent verzeichnet. Diese Situation macht deutlich, dass innovative Lösungen gefragt sind, um nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.
Integration von Unternehmertum in die Bildung
Um auf diese Herausforderungen zu reagieren, wird die Integration von Unternehmertumsbildung in allen Bildungsstufen gefordert. In einem globalen Trend haben bereits 50 Prozent der Länder Fortschritte bei der Einführung solcher Programme gemacht. In den USA beispielsweise ist Unternehmertum inzwischen Teil des K-12-Bildungssystems. Dies zeigt, dass Experten weltweit die Bedeutung von wirtschaftlichem Denken und Problemlösungsfähigkeiten für die junge Generation erkennen.
In Afrika ist die Integration jedoch uneinheitlich. Während Südafrika Fortschritte erzielt hat, gibt es in anderen Ländern wie Nigeria und Kenia ein wachsendes Interesse, insbesondere durch Tech-Start-ups. Es wird dringend ein umfassender Ansatz benötigt, der vom Kindergarten bis zur Universität reicht, um die Kreativität und unternehmerischen Fähigkeiten der Jugend zu fördern.
Verschiedene Länder, darunter Uganda, haben bereits Schritte unternommen, um Unternehmertum als Pflichtfach einzuführen. Hochschulen sollten sich auf Innovation und Führung konzentrieren, während öffentlich-private Partnerschaften, wie die Unterstützung junger Unternehmer durch Nigerias Zentralbank, eine vielversprechende Richtung darstellen.
Wie Aliko Dangote betont: „Der Schlüssel zum Erfolg ist, zu beginnen, bevor man bereit ist.“ Und Benjamin Franklin fügt hinzu: „Eine Investition in Wissen zahlt immer das Beste aus.“ Die aktuellen Ergebnisse der Studie zum Personal-Initiative-Training verdeutlichen, dass gezielte Bildung und Förderung von Unternehmertum entscheidend sein können, um Afrikas Wirtschaft zukunftsfähig zu machen.
