Die Ausstellung „Gottfried Jäger. Poesie des Fotografischen“ wurde im März 2026 im Turm zur Katz in Konstanz eröffnet. Die Schau liefert einen umfassenden Einblick in das Werk von Gottfried Jäger, einem der Pioniere der generativen Fotografie. Unter der Leitung von Bernd Stiegler und Anna Martinez Rodriguez entwickelten Studierende der Universität Konstanz in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt diese bemerkenswerte Ausstellung, die zehntausende von Besuchern anziehen dürfte.

Gottfried Jäger, geboren 1937, ist ein herausragender Vertreter der konkreten und generativen Fotografie. Die Ausstellung widmet sich über sechs Jahrzehnte seines Schaffens und zeigt eine Vielzahl an Werken, die in chronologischer Reihenfolge auf vier Stockwerken präsentiert werden. Neben vollendeten Bildern sind auch Skizzen und Testreihen zu sehen, die Einblicke in Jägers einzigartige Arbeitsweise gewähren.

Einblicke in Jägers Arbeitsweise

Ein zentrales Merkmal von Jägers Kunst ist seine algorithmische und regelbasierte Arbeitsweise. Der Mensch definiert die Regeln, während der Apparat die Bilder erzeugt – ein Ansatz, der zu einem „Zufall nach System“ führt. Die generative Fotografie seiner frühen Jahre zeigt konzeptionelle Parallelen zur zeitgenössischen KI-Kunst, was die Relevanz seines Schaffens unterstreicht und jüngere Generationen anspricht.

Die Ausstellung umfasst neben künstlerischen und angewandten Arbeiten auch dokumentarisches Material und verdeutlicht, wie Jägers Arbeiten den fotografischen Möglichkeitsraum erkunden. Serielle und experimentelle Anlagen stehen dabei im Fokus, mit einem besonderen Augenmerk auf Technologie und Apparatur.

Praktische Informationen zur Ausstellung

Insgesamt 30 Studierende arbeiteten aktiv an der Gestaltung dieser Ausstellung: Sie wählten Werke aus, erstellten Hängepläne und tragen somit zur lebendigen Präsentation von Jägers Schaffen bei. Die Ausstellung ist bis zum 23. August 2026 zugänglich, und Besuchern wird die Möglichkeit geboten, an Führungen teilzunehmen. Diese Führungen, die von den Studierenden selbst geleitet werden, finden an jedem ersten Sonntag im Monat statt.

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Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag/Feiertage von 10.00 bis 17.00 Uhr. Für die Führungen sind keine vorherigen Anmeldungen erforderlich, der Eintritt ist frei, was eine breite Öffentlichkeit ansprechen soll.

Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Projektseminars an der Universität Konstanz und wird zudem durch eine begleitende Publikation im Vexer Verlag unterstützt. Diese Initiative bekräftigt nicht nur das Engagement der Universität, Kunst und Wissenschaft miteinander zu verbinden, sondern auch, das bedeutende Werk eines Künstlers zu würdigen, der die Fotografie maßgeblich beeinflusst hat.

Für weitere Informationen zur Ausstellung können Interessierte die Webseiten von Universität Konstanz und DGPh besuchen.