Das Start-up Simplyfined, das aus der Nachwuchsforschungsgruppe Renewlysis an der Fakultät für Bio- und Chemieingenieurwesen der Technischen Universität Dortmund hervorgegangen ist, hat sich als innovativer Akteur im Bereich der chemischen Industrie positioniert. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Entwicklung einer Technologie zur Aufbereitung von Pflanzenölen als Plattformchemikalie. Diese Technologie soll fossile Rohstoffe ersetzen und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dr. Thomas Seidensticker, der das Projekt leitet, stellte seinen Doktoranden und Co-Gründer Maximilian Spiekermann mit der Entwicklung dieser vielversprechenden Idee ein.

Simplyfined wurde mit 1,7 Millionen Euro im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer-Programms gefördert, das speziell forschungsbasierte Gründungsvorhaben unterstützt. In einer Folge des Podcasts „Think.Try.Transform.“ spricht Dr. Seidensticker über den Wert eines vielfältigen Teams für das Unternehmenswachstum und die Herausforderungen, die mit der Gründung eines Start-ups verbunden sind. Der Podcast bietet nützliche Tipps zu Netzwerken, Förderprogrammen und Einblicke in die Gründungsberatung.

Förderung und Unterstützung für Gründer

Das EXIST-Forschungstransfer-Programm besteht aus zwei Förderphasen. In der ersten Phase werden Forschungsergebnisse mit Gründungspotenzial weiterentwickelt, und es erfolgt die Klärung von Fragen zur Umsetzung dieser Ergebnisse in technische Produkte und Verfahren. Auch ein Businessplan für die Geschäftsidee wird erstellt. In der zweiten Phase, die folgende Entwicklungsarbeiten und die Aufnahme der Geschäftstätigkeit umfasst, werden die Gründer auf die externe Unternehmensfinanzierung vorbereitet. Das Programm wird durch das BMWE gefördert und kofinanziert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), worüber weitere Informationen auf den Seiten der Struktur- und Investitionsfonds verfügbar sind.

Michelle Twardzik, Gründungsberaterin und Projektmanagerin in der WORLDFACTORY der Ruhr-Universität Bochum, hebt die Bedeutung einer frühzeitigen Beratung für Gründer hervor. Diese Unterstützung ist wesentlich für diejenigen, die sich auf den Weg zur Gründung eines Unternehmens machen wollen.

Bedingungen und Zielgruppen der Förderung

Die Fördermaßnahme richtet sich an Forschungs- und Bildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sowie deren Mitarbeiter. Ziel ist es, Absolventen und Wissenschaftler bei der Marktreife ihrer innovativen Ideen zu unterstützen. Der Fokus liegt auf wissensintensiven Gründungen, die innovative Dienstleistungen und technologieorientierte Vorhaben umfassen. Gefördert werden die marktorientierte Weiterentwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Verfahren, einschliesslich der Erstellung eines geschäftlichen Plans.

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Ein wesentliches Kriterium für die Antragstellung ist, dass vor dem Antrag noch kein Unternehmen gegründet worden sein darf. Zudem ist es nicht gestattet, bestehende Unternehmen durch weitere Gründungen zu diversifizieren. Des Weiteren müssen Antragsteller einen akademischen Abschluss besitzen, während Teams auch eine Person ohne akademischen Abschluss mit betriebswirtschaftlicher Kompetenz fördern können.

Ein intensiver Dialog und verpflichtendes Coaching während des Projektes sind ebenfalls Bestandteil des Unterstützungssystems. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Gründer auf den Aufbau von Business-Know-how und Marktzugang vorzubereiten.

Simplyfineds Erfolg beim TU Start-up Award, der vom Centrum für Entrepreneurship & Transfer der TU Dortmund veranstaltet wird, zeigt die Relevanz der Unterstützung durch Institutionen und Programme. Hierbei wird das hohe Potenzial von Start-ups, die nachhaltig und innovativ agieren, deutlich.